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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 4. Dezember 2020

Corona: Impfzentrum im Aufbau

 

Messe Karlsruhe eingeplant / OB-Appell zu Rücksicht

Angesichts der Fortschritte in der Forschung zu mehreren Corona-Impfstoffen weiten Stadt- und Landkreis ihre abgestimmten Vorbereitungen für eigene Impfzentren aus. Denn: Für die erste zentrale Impf-Phase hat das Landessozialministerium die Messe Karlsruhe als Zentrales Impfzentrum (ZIZ) freigegeben, das nun kurzfristig kommunal bis zum 15. Dezember aufgebaut und direkt betriebsbereit sein muss.

Unabhängig von der für die (Personal-)Planung wichtigen Frage, wann erste Impfstoff-Chargen zur Verfügung stehen. Ein gesonderter Verwaltungsstab Impfzentrum bündelt seit Dienstag die für Planung, Aufbau und Betrieb eines Impfzentrums unter Pandemie-Bedingungen notwendigen Arbeitsschritte: von der besonders fordernden medizinischen Personalgewinnung über die Logistik bis hin zum eigentlichen Impfprozedere.

Ergänzt um mobile Impfteams, sollen die ZIZ die erste zentrale Impf-Phase übernehmen, auf dem Messegelände als lokales Beispiel dann bis Ende April täglich bis zu 1500 Impfungen durchgeführt werden können. „Diese gewaltige Herausforderung“, betont Bürgermeisterin Bettina Lisbach, „ein Impfzentrum gleichsam aus dem Boden zu stampfen, können wir hier nur dank der hervorragenden Infrastruktur stemmen, die die Messe Karlsruhe mit ihren Hallen bereithält“. Gleichwohl seien diese dafür einzurichten, möglichst viele Menschen bei größtmöglich gewahrter allgemeiner Sicherheit zuverlässig und gut dokumentiert impfen zu können.

Außer Frage steht auch für die Geschäftsführerin der Messe Karlsruhe, Britta Wirtz, dass Karlsruhe sein Möglichstes tut, um bereit zu sein und „unseren Beitrag in dieser so essenziellen Frage leisten zu können“. Indes, mahnt OB Dr. Frank Mentrup, dürften keine Beruhigung, auch keine Forschungserfolge „zu der trügerischen Annahme führen, wir hätten es überstanden. Was weiter Verzicht und Disziplin verlangt.“ Dass Gruppen etwa dicht an dicht an Ständen als Teil der noch verbliebenen Weihnachtsstadt stehen, sei nicht hinnehmbar. „Generell bleibt Rücksicht geboten, da es auch keine Gewissheit gibt, dass engste Umfelder nicht infektiös sind“ (karlsruhe.de/corona). -mab-

 
 

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