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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 18. Dezember 2020

Depression: Hilfe auch zur Weihnachtszeit

Karlsruher Initiative gegen Depression informierte über Angebote / Mit vereinten Kräften Tabuisierung entgegenwirken und persönlich kümmern

„Trotz der großen Erschöpfung, die das vergangene Jahr und die damit verbundenen persönlichen Ereignisse mit sich bringen, ein Licht kann die dunklen Lebensphasen erhellen.“ Konsens aller Vertreter der Karlsruher Initiative gegen Depression im digitalen Pressegespräch.

Der 2016 unter oberbürgermeisterlicher Schirmherrschaft gegründete Zusammenschluss informierte über das weitreichende Hilfsangebot für depressive Phasen und Depressionen, das auch in der Weihnachtszeit besteht.
Depressionen zählen zu den häufigsten nicht infektiösen Krankheiten.

Deutschlandweit erkranken etwa 5,3 Millionen Personen jährlich und sind behandlungsbedürftig. In der Gesellschaft wird diese Krankheit meist unterschätzt und verschwiegen. Die Hürde für die Suche nach Hilfe ist damit höher als bei anderen Krankheiten. Dieser Tabuisierung möchte die Karlsruher Initiative gegen Depression entgegenwirken und Betroffenen schneller helfen.

Besonders Advent und Weihnachten, dazu die aktuelle Pandemie, können für viele Menschen eine schwierige Phase bedeuten. Deshalb bieten die Mitglieder der Initiative ein breites Spektrum an Angebote, die Halt und schnelle Hilfe bringen; darunter die Telefonfürsorge und überhaupt persönliche Beratungen. Diese stehen für jeden zur Verfügung, bei Problemen mit Einsamkeit, Partnerschaft, Familie, für Alleinerziehende und viele Lebensphasen oder -krisen.

„Ein Anruf kann viel bewegen“ er-klärte die Leiterin der örtlichen TelefonSeelsorge, Bettina Grimberg. Der anonyme Anruf und die Beratung durch ausgebildete Fachkräfte bieten einen Austausch mit erfahrenen Personen. Darauf aufbauend bekommen Hilfesuchende Möglichkeiten und Lichtblicke für ihre Lebenssituation aufgezeigt. Auch die verschiedenen Beratungsstellen, Diakonie, Caritas, die Stadt und der Landkreis Karlsruhe sowie das Städtische Klinikum bieten örtliche und persönliche Hilfe für Betroffene. Prof. Michael Berner, Leiter der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin, erinnerte auch daran „für seine Nächsten da sein und Kontakte zu pflegen“. Damit für die Betroffenen Lichter der Hoffnung entstehen.

Alle Kontakte sind über die Informationsseite der Karlsruher Initiative gegen Depression auf karlsruhe.de auffindbar. -femi-

 
 

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