Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 8. Januar 2021

Gemeinderat: Faktor Klimaneutralität

Debatte um neue Strategie der Wirtschaftsförderung

Die anstehende „Neufassung der Strategie der Wirtschaftsförderung“ sei „unbedingt notwendig“ erklärte die GRÜNE-Fraktion in ihrem auf Klimaneutralität und nachhaltige Kreislaufwirtschaft abzielenden Antrag in der letzten Gemeinderatssitzung des vergangenen Jahres.

Der Vorstoß war allerdings erledigt mit Antwort der Stadtverwaltung, die das bereits etablierte Mitdenken von Klimaschutz und Nachhaltigkeit hervorhob; auch zur künftigen strategischen Ausrichtung.

Stadtrat Thorsten Ehlgötz (CDU) warnte in der Debatte zum Antrag im Plenum vor dem „Todesstoß“ durch das Ansinnen der Grünen. Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup sah den später ebenso wenig drohend wie eine 180-Grad-Wende der Wirtschaftsförderung geboten. Ehlgötz forderte, die wirtschaftliche Entwicklung abzuwarten und betonte: „Ökologie und Ökonomie bringen wir in Einklang.“ An Planwirtschaft erinnerte FDP-Fraktionschef Tom Høyem der Antrag. „Unternehmen wissen sehr viel besser, was die Wirtschaft braucht.“

Während AfD-Stadtrat Oliver Schnell überspitzt Lastenradmanufakturen in Holzhütten durch Klima als einzigen Fokus ablehnte und Stadträtin Elke Ernemann (SPD) grundsätzlich Potenzial im Überarbeiten mit der Wirtschaftsförderung sah, unterstützte Stadtrat Lukas Bimmerle (DIE LINKE) den Antrag. Wirtschaftsleistung werde im Übrigen auch durch die Mitarbeitenden erzielt. Das Gros der Unternehmen sei sich der Verantwortung bewusst und nicht wie Straftäter anzugehen, mahnte stattdessen Stadträtin Petra Lorenz (FW/FÜR).

Die Zukunftschance für Umwelt und Wirtschaft sah Lüppo Cramer als Fraktionschef von KAL/Die PARTEI im von Zoe Mayer (Fraktionsvorsitzende GRÜNE) energisch Vorgetragenen. „Die Transformation wird stattfinden“, die Wirtschaftsförderung könne gut helfen. -mab-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe