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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 8. Januar 2021

Werderplatz: Vesperkirche ist im Innenhof

In diesem Jahr ist die Vesperkirche Corona-bedingt im Innenhof statt im Kirchenraum. Archivfoto: Knopf

In diesem Jahr ist die Vesperkirche Corona-bedingt im Innenhof statt im Kirchenraum. Archivfoto: Knopf

 

Sie ist längst eine gute Tradition: die Vesperkirche am Werderplatz. Einen Monat lang werden bei der karitativen Aktion Bedürftige verköstigt. Die gute Nachricht: Auch in Corona-Zeiten findet die 8. Vesperkirche statt, allerdings in einer modifizierten Version. „Es wird eine riesige Herausforderung, aber wir senden das Signal aus: Wir sind trotzdem da“, sagt Pfarrerin Lara Pflaumbaum, Mit-Initiatorin und Pfarrerin der Johannis-Paulus-Gemeinde.

Mit einem kurzen Eröffnungsgottesdienst im Innenhof der Kirche am Werderplatz (Sonntag, 10. Januar, 10 Uhr, Online-Anmeldung obligatorisch) wird die Corona-Version der Vesperkirche eingeläutet. Jeweils von 11 bis 14 Uhr findet die Essensausgabe statt, der Abschluss-Gottesdienst ist am 7. Februar. Die Essensausgabe wird dieses Mal nicht in der Kirche, sondern im Innenhof unter freiem Himmel stattfinden.

Herzstück der diesjährigen Ausgabe sind zwei Weihnachtsmarkthütten in beiden Höfen: In einer gibt es das Essen zum Mitnehmen, in der anderen eine Tasche mit Vesperbroten, Schokolade, Shampoo und ähnlichen aus Spendenmitteln. Zudem existiert ein „Gesprächszelt“ für Einzelpersonen und ein „Heiliges Zelt“, in dem Besucher eine Kerze anzünden oder einen Brief an Gott schreiben können. Bereits vor Wochen präsentierten die Macher ein Corona-konformes Programm, das nach dem jüngsten Shutdown erneut umgestellt werden musste. Wichtig ist dem Kooperationsprojekt der Evangelischen Kirche in der Südstadt und dem Diakonischen Werk von jeher, mehr als eine reine Essensausgabe zu sein.

Gesprächsmöglichkeiten soll es daher weiterhin geben, der Tierarzt kommt möglicherweise nach der Vesperkirche im März. Priorität hat für Pflaumbaum die Sicherheit von Mitarbeitern (rund 175 machen mit) und Bedürftigen. So wird bereits auf dem Werderplatz Fieber gemessen. Es gibt „Straßen“, auf denen die Gäste geführt werden. Auf Abstand soll penibel geachtet werden. Zudem werden Mitarbeiter mit FFP2-Masken ausgestattet. Der sonst übliche, geringe Obulus für die Speisen entfällt. Über die Unterstützung der Stadt bei Fragen der Realisierung unter anderem der Müllentsorgung freute sich Pflaumbaum. „Eine Absage stand nie zur Debatte“, so die engagierte Pastorin. -voko-

 
 

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