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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 12. Februar 2021

KIT: Einzigartige Fusion

KIT-CAMPUS VEREINT UNI UND FORSCHUNGSZENTRUM: gemeinsame Strukturen, einheitlicher Rechtsrahmen und einheitliche Führung sollen Bereiche noch stärker miteinander verbinden. Foto: KIT/Breig

KIT-CAMPUS VEREINT UNI UND FORSCHUNGSZENTRUM: gemeinsame Strukturen, einheitlicher Rechtsrahmen und einheitliche Führung sollen Bereiche noch stärker miteinander verbinden. Foto: KIT/Breig

 

Universität und Großforschung wachsen noch enger zusammen / 322 Millionen vom Bund

Um das volle Potenzial in Forschung, Lehre und Innovation auszuschöpfen, haben sich Bund und Land nun auf weitere Schritte zur Vollendung der bundesweit einzigartigen Fusion am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) geeinigt, womit der Zusammenschluss von Universität und Großforschungszentrum gefestigt und vertieft wird.

Dafür sollen administrative Hürden abgebaut und mehr Flexibilität in der Mittelverwendung ermöglicht werden. Zum rechtlichen und finanziellen Rahmen der Fusion haben Land und Bund eine Verwaltungsvereinbarung abgestimmt, die jetzt unterzeichnet wurde. Die Umsetzung erfolgt im Wege einer KIT-Gesetzes-Novelle und der Änderung weiterer Rechtsvorschriften mit dem sogenannten 2. KIT-Weiterentwicklungsgesetz, das am Mittwoch im Landtag verabschiedet wurde.

„Aufgrund der vereinbarten Paktsteigerungen unterstützt der Bund das KIT als Helmholtz-Einrichtung in diesem Jahr mit 322 Millionen Euro“, erklärte dazu Bundesforschungsministerin Anja Karliczek. „Durch die Vollendung der Fusion von Universität und Großforschungseinrichtung am Standort KIT stärken wir den Wissenschaftsstandort Deutschland insgesamt und erhöhen seine internationale Anziehungskraft“, befand sie zudem und zeigte sich überzeugt davon, „in Zukunft große Innovationen und starke Impulse für den Wissens- und Technologietransfer erwarten“ zu können.

Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Theresia Bauer brachte zum Ausdruck, dass der nun geschaffene einheitliche Rechtsrahmen „die Einzigartigkeit des KIT“ unterstreiche und „noch bessere Grundlagen für Forschung, Lehre und Innovation“ schaffe. „Rahmenbedingungen und Umgebung“ würden zudem „eine Magnetwirkung entfalten und national wie international exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wie auch Studierende nach Karlsruhe ziehen“, so Bauer weiter.

KIT-Präsident Holger Hanselka sprach von einem „großartigen Tag“ für das KIT, da sich künftig „Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des KIT an Universitäts- und Großforschungsaufgaben gleichermaßen beteiligen können“. Dies bedeute „mehr Flexibilität und Agilität“ und eine weitere Stärkung „als Exzellenz-universität im Wettbewerb der Forschungseinrichtungen“.

Der Vorsitzende des KIT-Aufsichtsrats, Professor Michael Kaschke, begrüßte es sehr, „dass Bund und Land nun die Entwicklung des KIT als einzigartige Wissenschaftseinrichtung erneut befördern und voranbringen“. Die „großen Potenziale“ gelte es nun zu nutzen. -red-/-gem-

 
 

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