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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 12. Februar 2021

Wildtierbeauftragter: Schutz für Wildtiere

Anwesenheit von Menschen kann tödliche Folgen haben

Von der Corona-Pandemie sind auch heimische Wildtiere in verstärktem Maß betroffen. Weil sich Ausflügler, Spaziergänger und Sportler während des Lockdowns häufiger in der Natur aufhalten, werden dadurch Rückzugsgebiete von Wildtieren beeinträchtigt. Dies kann für die Tiere ernste bis lebensgefährliche Folgen haben.

So fielen beispielsweise vor Kurzem bei Knielingen einige Rehe dem insgesamt kritisch neu entdeckten Hochwassertourismus auf den Rheindämmen zum Opfer, weil sie sich nicht mehr rechtzeitig vor den Wassermassen in Sicherheit bringen konnten. Aber auch unabhängig vom Hochwasser häufen sich in jüngster Zeit Vorfälle, in denen insbesondere Rehe in panische Flucht vor Menschen und auch vor Hunden versetzt wurden. „Spaziergänger, Sportler und ihre Vierbeiner sollen unbedingt auf den Wald- und Feldwegen bleiben.

Falls die vierbeinige Begleitung nicht zuverlässig hört, gehört sie an die Leine“, appelliert daher der städtische Wildtierbeauftragte Stefan Lenhard. In der kalten und nassen Jahreszeit sei das Haushalten mit Energieressourcen für Wildtiere überlebenswichtig. „Störungen wirken sich da fatal auf ihren Winterorganismus aus“, erklärt Lenhard. Zudem beginne in Kürze die Brut- und Setzzeit, in welcher die Tiere besonders viel Ruhe und Schutz benötigen. -red-

 
 

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