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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 19. Februar 2021

Amt für Abfallwirtschaft: Winterdienst war stark gefordert

MIT VOLLEM EINSATZ für die Verkehrssicherheit: Der Winterdienst der Stadt Karlsruhe war in den zurückliegenden Wochen bei Temperaturen von bis zu minus 14 Grad stark gefordert. Foto: AfA

MIT VOLLEM EINSATZ für die Verkehrssicherheit: Der Winterdienst der Stadt Karlsruhe war in den zurückliegenden Wochen bei Temperaturen von bis zu minus 14 Grad stark gefordert. Foto: AfA

 

„In Karlsruhe eine lange nicht dagewesene Situation“

Eis und Schnee sind in Karlsruhe ein fast schon seltener Anblick geworden. Entsprechend groß war der Respekt bei den Verkehrsteilnehmern vor der weißen Pracht. Doch was der Winter 2021 der Fächerstadt bisher bescherte, stufen sogar die Profis auf den Räumfahrzeugen als „lange nicht dagewesene Situation“ ein, wie Andreas Bender, Winterdienstleiter beim Amt für Abfallwirtschaft bilanziert.

Der Kälteeinbruch mit Tiefsttemperaturen von bis zu minus 14 Grad in Verbindung mit starken durchgehenden Schneefällen stellte den Winterdienst vor große Herausforderungen. „Die rund 250 Mitarbeitenden des Winterdienstes in Karlsruhe leisteten sehr gute Arbeit“, betont Bender, „sie brachten vollen Einsatz für die Bürgerinnen und Bürger“.

Bis zu 13 Stunden täglich währte eine Schicht, wenn es besonders kalt zuging. An Tagen mit starkem Schneefall begann der Winterdienst schon um 3 Uhr mit der Arbeit und war bis 22 Uhr unterwegs, um Straßen und Wege befahr- und begehbar zu halten. Bei einem Räumeinsatz müssen rund 1.200 Kilometer Straße bearbeitet werden, „das entspricht ungefähr der Distanz von Karlsruhe bis Barcelona“, erklärt Bender. Hinzu kommen 250 Kilometer Radwege, 480 Bushaltestellen und mehr als 500 Überwege.

Seit November wurden bis jetzt etwa 1.100 Tonnen Salz ausgebracht, wobei die Stadt Karlsruhe bestrebt ist, die Salzmengen zu verringern. Durch die fortlaufende Erneuerung des Fuhrparks können zahlreiche Fahrzeuge inzwischen auch reine Sole (Flüssigsalz) ausbringen, was den Feststoffsalzverbrauch um bis zu 70 Prozent reduziert.

Bei besonders niedrigen Temperaturen wirkt das Salz allerdings langsamer und schlechter. Dies bekamen vor allem die Radfahrer zu spüren, weil die schmalen Fahrradreifen nur in geringem Maß die Verteilung und Wirkung des Auftausalzes unterstützen. Zudem kam erschwerend hinzu, dass der externe Dienstleister, der die Stadt beim Winterdienst auf Fuß- und Radwegen unterstützt, mit hoher Mitarbeiterfluktuation zu kämpfen hatte und daher Verzögerungen auftraten. -red-

 
 

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