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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 19. Februar 2021

Kombilösung: Frost bremst die Arbeiten

ABBRUCH VOR NEUBAU: Auf Höhe des Staatstheaters wird die provisorische Fahrbahnverbreiterung aus Beton abgebrochen, bevor der Verkehr in die Mitte der Kriegsstraße verlegt wird. Foto: KASIG

ABBRUCH VOR NEUBAU: Auf Höhe des Staatstheaters wird die provisorische Fahrbahnverbreiterung aus Beton abgebrochen, bevor der Verkehr in die Mitte der Kriegsstraße verlegt wird. Foto: KASIG

 

In der Kriegsstraße behinderte die Witterung den Fortgang der Bauarbeiten

In der Kriegsstraße haben der extreme Regen der vergangenen Wochen und die darauf folgende Tieffrostperiode die Arbeiten in großen Bereichen ausgebremst, da sich ein erheblicher Teil der Arbeiten am Umbau der Kriegsstraße mit einer neuen Gleistrasse oben und dem darunter liegenden Autotunnel an der Oberfläche abspielt. Doch nach dem Abschied von Väterchen Frost geht es im jetzt enger gewordenen Zeitfenster weiter.

In der derzeit für Autos und Radfahrer unpassierbaren Kreuzung der Ritterstraße mit der Kriegsstraße entstehen bis zum Ende dieses Monats die neuen Einmündungen der nördlich und südlich der Kriegsstraße gelegenen Abschnitte der Ritterstraße in die neue Kriegsstraße. Erledigt sind nach Mitteilung der Karlsruher Schieneninfrastruktur- Gesellschaft (KASIG), der Bauherrin der Kombilösung, bereits die Arbeiten auf Höhe der Lammstraße: Jahrzehntelang war Abbiegen aus der Lammstraße nur nach rechts in Richtung Karlstor möglich, umgekehrt konnten die Verkehrsteilnehmer auch nur vom Ettlinger Tor kommend aus der Kriegsstraße in die Lammstraße einbiegen. Das ist Geschichte: Einbiegen und Abbiegen ist aus allen und in alle Richtungen möglich.

Vom Umbau der Ritterstraße betroffen ist allerdings auch die Erbprinzenstraße zwischen Lamm- und Ritterstraße: Der sonst Radfahrern vorbehaltene Abschnitt ist derzeit für Autofahrer offen, die sich wegen der Sperrung des Kreuzungsbereichs Ritterstraße bis Monatsende von der Lammstraße in Richtung Innenstadt vortasten müssen.

Auch östlich des Ettlinger Tors ist „oben“ auf der Kriegsstraße etwas zu sehen: Bevor die endgültigen Fahrbahnen an den äußeren Rändern gebaut werden, wird zunächst das System der Leitungen für Wasser, Gas oder auch Telekommunikation in den Bereichen geordnet, auf die die neue Oberfläche kommt.

Die Arbeiter vom Betonbau zur Herstellung des Tunnelrohbaus sind zwar „nur“ noch im Bereich des Karlstors im Einsatz – dort liegt aber lediglich eine Lücke vor ihnen: Auf der westlichen Seite werden Tunnelsohle, Tunnelwände, die Zwischenwand und danach dann auch die Deckel mit Stahl bewehrt, geschalt und betoniert. Zuletzt – aber erst nach dem Abbau der beiden nebeneinander liegenden Hilfsbrücken für die Stadtbahnen und Straßenbahnen – stellen die Kombi-Bauer dann die Tunnelwände und den Deckel direkt in der Mitte der Kreuzung her. -red-/-trö-

 
 

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