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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 19. Februar 2021

Wohnen und Mobilität: Bereits an Haustür Klimaschutz

NACHHALTIGE MOBILITÄTSARBEIT IM QUARTIER: Ralf Neudeck, Vorstandsvorsitzender der Gartenstadt eG, zeigt OB Dr. Frank Mentrup eine der neuen Radabstellanlagen der Genossenschaft. Foto: Steffler

NACHHALTIGE MOBILITÄTSARBEIT IM QUARTIER: Ralf Neudeck, Vorstandsvorsitzender der Gartenstadt eG, zeigt OB Dr. Frank Mentrup eine der neuen Radabstellanlagen der Genossenschaft. Foto: Steffler

 

Karlsruhe neu im Netzwerk

Die Verkehrswende beginnt nicht erst auf der Straße, sondern schon im Wohngebiet – aus dieser Erkenntnis heraus entwickelt das bundesweite, vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) initiierte Netzwerk Wohnen und Mobilität Handlungsempfehlungen, wie der Klimaschutz durch nachhaltige Mobilitätslösungen direkt an die Haustür gebracht werden kann.

In diesem Netzwerk ist nun auch Karlsruhe als baden-württembergischer Standort des Modellprojekts aktiv. Zum Auftaktmeeting trafen sich Vertreterinnen und Vertreter der Stadtverwaltung, von Mobilitäts- und Energiedienstleistern, sieben großen Wohnungsbaugesellschaften und zwei weiteren Investoren sowie der Hochschule Karlsruhe. Im Fokus aller Beteiligten stand dabei die Frage, wie in Wohnquartieren der Zugang zu klimaverträglichen Verkehrsmitteln erleichtert werden kann.

„Wir brauchen nicht nur rad- und fußverkehrsfreundliche Straßenräume, wir möchten den Menschen auch ermöglichen, in ihrem Wohnumfeld auf alternative Mobilität umzusteigen“, gab Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup in seinem Grußwort als Devise aus. Daher bedürfe es verstärkter Beschäftigung mit nachhaltigen Mobilitätsformen wie Fuß- und Radverkehr, ÖPNV oder Sharing-Angeboten, die genauso bequem und komfortabel nutzbar sind wie der private Pkw.

Gleichzeitig wurde beim Auftaktmeeting auch über eine mögliche Schwerpunktsetzung für die Netz-werkarbeit diskutiert. Weit vorne rangierte hierbei der Wunsch der Wohnungswirtschaft nach einer Beschäftigung mit Instrumenten für ein autoreduziertes Wohnen, das Thema Ladeinfrastruktur und der zukunftsweisende Ausbau von Sharing-Angeboten in Kombination mit dem Energiesektor. Hierzu merkte Prof. Dr. Jan Riel (Hochschule Karlsruhe) an, dass gerade die Verknüpfung von Elektromobilität und Energieerzeugung am Wohnstandort die Stadtplanung in Zukunft intensiv beschäftigen werde.

„Für mich war beeindruckend zu sehen, wie breit aufgestellt die Karlsruher Wohnungswirtschaft sich bereits mit dem Thema Mobilität auseinandersetzt“, resümierte Angelika Jäkel vom VCD, die künftig die Netzwerkarbeit als Regionalkoordinatorin für Baden-Württemberg von Karlsruhe aus moderiert. Zudem hätten die Mobilitätsdienstleistenden bereits konkrete Angebote zu Standortfindungsprozessen vorgebracht und in der Stadtverwaltung sei das Projekt in der Zuständigkeit von Baubürgermeister Daniel Fluhrer bestens verankert. „Wirklich exzellente Voraussetzungen für Netzwerkarbeit, die wir nicht überall in Deutschland so vorfinden“, lobte Jäkel. -red-/-eck-

 
 

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