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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 12. März 2021

Sozialausschuss: Wertschätzende Zusammenarbeit

„Runder Tisch Geburtshilfe“: Sozialausschuss befürwortet Treffen in städtischer Regie

Vor dem Hintergrund steigender Geburtenraten, gleichzeitigen Hebammenmangels und allgemeiner Unterfinanzierung des Gesundheitssystems rückt Geburtshilfe verstärkt in den Fokus öffentlicher Diskussion. Damit Frauen diese wichtige Phase entspannt, selbstbestimmt und möglichst komplikationslos erleben, hatte die GRÜNE-Gemeinderatsfraktion im Juli einen Runden Tisch empfohlen, der all jene, die rund um die Geburt eine Rolle spielen, besser vernetzt und Verständnis füreinander fördert. Zur weiteren Diskussion war der Antrag in den Sozialausschuss verwiesen worden, der den Vorschlag in seiner jüngsten Sitzung unter Leitung von Bürgermeister Martin Lenz aufgriff und die regelmäßige Runde befürwortete.

Die Plattform für vertrauensvolle Zusammenarbeit werde derzeit verwaltungsintern vorbereitet, der Kreis relevanter Gruppierungen „möglichst breit“ angelegt, erklärte Kinderbüroleiter Jonas Nees, der gemeinsam mit dem Städtischen Klinikum die Federführung übernimmt und den Kommunikationsprozess anstößt. Am Runden Tisch Geburtshilfe in Karlsruhe sollen sich künftig Vertreterinnen und Vertreter der Geburtskliniken und Pflegepersonal ebenso versammeln wie etwa Akteure des Netzwerks Frühe Prävention, Hebammen, die städtische Gleichstellungsbeauftragte oder schwangere Frauen. Zunächst werde ein ganzheitliches Bild der aktuellen Situation gezeichnet, dann soll es um das Entwickeln von Perspektiven für eine gute Geburt gehen. Ein solcher multiprofessioneller Blick in deutlich erweiterter Runde existiere bislang so noch nicht, waren sich die Mitglieder des Sozialausschusses einig.

Man sei auf einem „gutem Niveau mit zufriedenen Patientinnen“, verwies Prof. Dr. Andreas Müller, Direktor der Frauenklinik am Städtischen Klinikum, unter anderem auf regelmäßig stattfindende interdisziplinäre Fortbildungen, dennoch seien Verbesserungen möglich, um Missverständnisse auszuräumen. Barbara Wagner vom Karlsruher Hebammenverband begrüßte den „neutralen Rahmen“, bei dem sich alle „auf Augenhöhe“ begegneten und die verschiedenen Sichtweisen dieses „emotionalen“ Themas „wertschätzend beleuchtet“ würden. -maf-

 
 

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