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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 2. April 2021

Kombilösung: Probebetrieb kann beginnen

FREIE FAHRT für den Probebetrieb der Verkehrsbetriebe Karlsruhe herrscht bald wie hier in der U-Station Marktplatz. Foto: KASIG

FREIE FAHRT für den Probebetrieb der Verkehrsbetriebe Karlsruhe herrscht bald wie hier in der U-Station Marktplatz. Foto: KASIG

 

Striktes Trennen von Handwerk und Fahrprogramm im Bahntunnel der Kombilösung

Anfang April soll es jetzt soweit sein: Die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) nehmen im Bahntunnel der Kombilösung den Probebetrieb auf.

Der Unterschied zu den bisher absolvierten Testfahrten: Die in den Tunnel einfahrenden Triebwagenführer und Straßenbahnfahrer können unterirdisch fahren wie oberirdisch – allerdings signalisiert und nicht wie oben üblich auf Sicht. Um das zu ermöglichen, waren zwischen den städtischen Unternehmen VBK und Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (KASIG) als Bauherrin exakte Absprachen notwendig, erklärte Letztere.

Bahnen beziehungsweise Fahrer müssen davon ausgehen können, dass der Weg frei und keine Baustelle mehr ist: Nichts darf auf den Schienen oder in der Nähe der Bahnsteigkante in den sieben unterirdischen Haltestellen liegen, kein Handwerker darf die Gleise in den Stationen überqueren. Die Tunnelabschnitte mit ihren Notgehwegen dürfen nicht mehr oder nur nach Absprache mit den VBK betreten werden. Als Vorsichtsmaßnahme stehen entlang aller Bahnsteige über die komplette Länge von je 100 Metern Bauzäune, die ein Trennen von Probebetrieb und parallel fortzuführendem Innenausbau des Tunnels garantieren. Schließlich steht auch die Oberleitung mit 750 Volt ab Probebeginn dauerhaft unter Strom.

Die Handwerker gehen allerdings weiterhin den notwendigen Arbeiten für dieses Kernelement der Kombilösung nach: Außerhalb des Fahrwegs der Bahnen geht etwa das Montieren der Handläufe wie das optisch verschönernde Aufrauen der Wände weiter. Auch beim Terrazzo-Boden kann erst jetzt nach soweit erledigtem Verlegen von Leitungen, Anbringen von Rolltreppen und dergleichen mehr Fläche für Fläche geschlossen werden. Hinter den Kulissen, also zumeist in den Betriebsräumen, erfolgen auch noch Arbeiten an der elektrischen Installation. Im Zusammenhang mit dem Fahrbetrieb Stehende müssen abgeschlossen sein, um reibungsloses Funktionieren der Systeme sowie der Weichen und Signale für den Probebetrieb zu ermöglichen. -red-/-mab-

 
 

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