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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 2. April 2021

Städtisches Klinikum: High-Tech trifft Menschlichkeit

SCHLÜSSELÜBERGABE für Haus M auf dem Areal des Städtischen Klinikums mit (von links) OB Dr. Mentrup, Prof. Spetzger, BM Lisbach, Markus Riester, Prof. Geißler und Markus Heming. Foto: Klinikum / Kümmerle

SCHLÜSSELÜBERGABE für Haus M auf dem Areal des Städtischen Klinikums mit (von links) OB Dr. Mentrup, Prof. Spetzger, BM Lisbach, Markus Riester, Prof. Geißler und Markus Heming. Foto: Klinikum / Kümmerle

 

Gesundheitsversorgung auf höchstem Niveau / Haus M virtuell eröffnet / Eingangsportal auf sieben Etagen ist neues Herzstück

Es ist ein Meilenstein für das Städtische Klinikum – für Ärzteschaft, Pflegekräfte, vor allem die Bürger und Bürgerinnen der Region. Vorige Woche öffnete der Neubau Haus M offiziell seine Pforten. Nach viereinhalb Jahren Bautätigkeit und eingehaltenem Kostenrahmen von 194 Millionen Euro nimmt das neue Betten- und Funktionshaus seinen Betrieb auf. Eine Feier fiel naturgemäß pandemiebedingt aus.

Eine Pressekonferenz im kleinen Kreis mit Live-Übertragung umfasste einen virtuellen Rundgang und Videos mit Baufortschritten sowie Statements der Beschäftigten, die das „Gesamtkunstwerk“, wie OB Dr. Frank Mentrup formulierte, künftig mit Leben erfüllen. Angetan von dem High-Tech-Bauwerk zeigte sich Landessozialminister Manne Lucha im digitalen Grußwort: „Dieses Haus ist eine wichtige Investition in die Zukunft – für die Menschen, die auf höchstem Niveau medizinisch versorgt werden.“

Er dankte auch den 4.500 Pflegekräften für ihr „großartiges Engagement“. Von „Hochleistungsmedizin auf höchstem Niveau“, sprach auch Mentrup. Medizinisches und Pflegepersonal erhielten nun die Technik, die sie wirklich verdienten. „Dieses Gebäude ist künftig das zentrale Eingangsportal und konsequent auf die Bedürfnisse der Patienten ausgerichtet. Der Neubau wird erheblich zum Gesundwerden der Menschen in der Region beitragen“, betonte das Stadtoberhaupt, nannte im regionalen Blick auch die angrenzende Pfalz und das Elsass.

Das neue Betten- und Funktionshaus erstreckt sich über die gesamte Länge des Klinikcampus und verzahnt als „neue Mitte“ andere Gebäude mit Übergängen. Die Gesamtfläche des siebengeschossigen Baus liegt bei 48.000 Quadratmetern. Unter anderem eine Intensiv-Ebene mit 88 Betten und eine Allgemeinpflegestation mit 240 Betten befinden sich darin. „Dies ist ein wunderbarer Tag für das Klinikum“, sagte Bürgermeisterin Bettina Lisbach, deren Dezernat die Gesundheitsversorgung umfasst, und fügte hinzu: „Das Haus M als neues Herzstück bietet die beste Basis für eine optimale medizinische Versorgung. Allen beim Bau Beteiligten danke ich sehr.“

Der medizinische Geschäftsführer, Prof. Michael Geißler, sah das Haus mit seinen modernen OP-Sälen und seiner Arbeitsumgebung auch als Magnet zur Gewinnung von Fachkräften. „Ich habe schon viel gesehen. Aber dieser Bau ist ein Alleinstellungsmerkmal. Er ist technisch und architektonisch vom Feinsten.“ Die Möglichkeit interdisziplinären Arbeitens nannte er „ein großes Pfund“. Modernste Medizintechnik und verbesserte Abläufe garantierten so die Zukunftssicherung der Klinik. Die hellen, geräumigen Zweibettzimmer mit Blick auf Schwarzwald und Vogesen förderten von sich aus die Genesung.

Der kaufmännische Geschäftsführer, Markus Heming, dankte allen, die beim Bau ihren Beitrag geleistet haben und äußerte die gemeinsame Hoffnung, im Herbst eventuell eine öffentliche Feier nachholen zu können. Viele Gratulanten gab es auch bei der virtuellen Zeremonie – unter anderem die französische Botschafterin Anne-Marie Descotes. Sie bedankte sich für die Behandlung französischer Corona-Patienten. Architektin Petra Wörner hob den modularen, anpassungsfähigen Aufbau hervor. Der vorige, interimsmäßige medizinische Klinik-Leiter, Prof. Uwe Spetzger, Direktor der Neurochirurgie, kontatierte: „High-Tech trifft Menschlichkeit.“ -voko-

 
 

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