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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 9. April 2021

Kombilösung: Vollenden der Verkehrskonzepte

AM KARLSTOR stand zuletzt das Beseitigen der Gleishilfsbrücken an. In den kommenden Monaten fahren die Bahnen eine Umleitung, damit die endgültige Umwandlung der Kriegsstraße erfolgen kann. Foto: Steffler

AM KARLSTOR stand zuletzt das Beseitigen der Gleishilfsbrücken an. In den kommenden Monaten fahren die Bahnen eine Umleitung, damit die endgültige Umwandlung der Kriegsstraße erfolgen kann. Foto: Steffler

 

Lückenschluss am Karlstor und Umleitung für die große (Kombi-)Lösung / Finale Vorbereitungen und Maßnahmen im Sinne von Tunnel und Trasse der Kriegsstraße

Im Dezember sollen Kaiserstraße mit Bahntunnel und Prachtboulevard Kriegsstraße mit Straßentunnel sowie neuer Gleistrasse ihrer Bestimmung übergeben werden: Für die Kombilösung kommt es nun noch auf das Karlstor an. Die Vorbereitungen liefen, um ab dem späten Donnerstagabend (nach Redaktionsschluss) auch die Stahlträger beider einzelner Gleishilfsbrücken, damit diese vollends zu entfernen.

Dazu sollten mal wieder gewaltige fahrbare Kräne zum Einsatz kommen. Bereits Dienstagfrüh war der Bahnbetrieb auf der die zentrale West-Ost-Verbindung Kriegsstraße respektive B 10 kreuzenden Nord-Süd-Achse eingestellt worden. Dies bringt wie berichtet über mehrere Phasen Umleitungen vor allem der Tramlinien 2, 3, 4 und 6 zwischen Europaplatz und Mathystraße mit sich. Das Ganze soll, inklusive der Baumaßnahme Karlstor zum Schließen der letzten nennenswerten Tunnellücke, bis Ende der Sommerferien Mitte September vollbracht sein.

Dies ist nur durch enge Abstimmung zwischen Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (KASIG) als Bauherrin sowie Verkehrsbetrieben Karlsruhe (VBK) möglich – Details auf vbk.info. Auch die Oberleitung samt Masten und Querverspannungen war dazu abgebaut worden, um den Kränen beim Ausheben der Brücken nicht im Weg zu sein. Die Ampeln sind abgeschaltet. Der Kraftfahrzeugverkehr kommt auf je Richtung vorübergehend einer Fahrbahn am jeweiligen Rand der Kriegsstraße voran, ohne querende Bahnen beachten zu müssen. Sich rechtsabbiegend einzufädeln, ist aus Nord wie Süd west- beziehungsweise ostwärts wieder möglich.

Mit den Straßen- und Tiefbauarbeiten zum Gestalten der finalen Oberfläche soll der KASIG zufolge parallel zur Fertigstellung des Straßentunnel-Rohbaus am Montag, 12. April (acht Monate vor geplanter Inbetriebnahme des Jahrhundertprojekts), auch im Bereich Karlstor bereits begonnen werden. Als erstes ist ein kleiner Abschnitt der Karlstraße zwischen Sophien- und Kriegsstraße an der Reihe. Dazu sollte der auf der Karlstraße von Norden auf die Kriegsstraße zuführende Verkehr noch am Freitag auf die Kriegsstraßenmitte verlegt werden. Steht der Rohbau, folgt das künftige Gleisdreieck.

Für September angesetzt ist der nächste große Schritt am Karlstor: Die Bahnen entlang der Karlstraße werden dann wieder fahrplan-mäßig verkehren – auf ihren neuen, endgültig verlegten Gleisen auf dem Tunnel. Abgesehen vom Rohbau am Karlstor hat sich das Geschehen auf die Gestaltung der endgültigen Oberfläche der Kriegsstraße und den Innenausbau des Tunnels verlagert. Am Mendelssohnplatz starteten die Arbeiten zum Bau der neuen Haltestelle Rüpurrer Tor/Kriegsstraße. Die Stationen am Karlstor und am Ettlinger Tor sind für Sommer vorgesehen. Zugleich gehen die VBK im Bahntunnel in den Probebetrieb. Was Handwerker zum dortigen Innenausbau noch zu verrichten haben, betrifft kaum den sicherheitshalber auch für sie hermetisch abgeriegelten Bahnbereich. -red-/-mab-

 
 

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