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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 9. April 2021

Stimmen aus dem Gemeinderat: DIE LINKE: Arme Menschen tragen das höchste Risiko

Karin Binder, Vorstandskollektiv, DIE LINKE-Fraktion

Karin Binder, Vorstandskollektiv, DIE LINKE-Fraktion

 

Eltern im „Homeoffice“, Kinder im „Homeschooling“, mit Laptop oder Handy in der Videokonferenz mit dem Chef oder der Lehrer*in - das strapaziert nicht nur die Nerven sondern die Gesundheit insgesamt.

Besonders hart trifft das arme Bevölkerungsgruppen, die in kleinen Wohnungen leben und keine Ausweichmöglichkeiten haben. Vor allem Rentner*innen, Familien und Alleinerziehende sind betroffen. Einkommensverluste in Coronazeiten durch Kurzarbeit oder gar Jobverlust verschärfen die Situation. Gleichzeitig entstehen höhere Ausgaben, weil der günstige Mittagstisch in Schule oder Kita entfällt und die Kantine geschlossen ist. Immer mehr Menschen sind auf die Unterstützung durch die Tafeln angewiesen.

Wenn die ganze Familie auch noch FFP2-Masken benötigt, sind schnell 20 bis 30 Euro im Monat zusätzlich fällig, die im Budget nicht vorhanden sind. Deshalb hatte DIE LINKE kostenfreie Masken für Menschen mit dem Karlsruher Pass beantragt. Andere Fraktionen sahen dafür keine Notwendigkeit. Die Verwaltung hielt mit einem zu hohen Verwaltungsaufwand dagegen. Angesichts der Tatsache, dass jede Maske nicht nur die Träger*in, sondern das ganze Umfeld schützt, kann ich diese Entscheidung nicht nachvollziehen. Gesundheit also doch nicht unser höchstes Gut?

Karin Binder
Vorstandskollektiv
DIE LINKE-Fraktion

 
 

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