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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 30. April 2021

Kamera-Augen auf Tour

BEACHTLICHE und hilfreiche 360-Grad-Panoramabilder liefern diese Spezialfahrzeuge im Auftrag der Stadtverwaltung. Foto: Cyclomedia

BEACHTLICHE und hilfreiche 360-Grad-Panoramabilder liefern diese Spezialfahrzeuge im Auftrag der Stadtverwaltung. Foto: Cyclomedia

 

Digitales Stadtmodell erleichtert Ämtern die Arbeit

Wenn sich mit High-Tech-Kameras ausgestattete Autos durch das Karlsruher Stadtgebiet bewegen, muss nicht immer ein großer Internetkonzern dahinterstecken. Bei den Kamerafahrten, die Anfang Mai starten, fertigt ein mittelständisches Unternehmen im Auftrag der Stadtverwaltung eine Vielzahl von 360-Grad-Panoramabildern an. Schon zum vierten Mal wird dabei das rund 1.250 Kilometer lange Straßennetz der Fächerstadt komplett befahren.

Als Ergebnis entsteht ein digitaler Zwilling der Stadt, der dem Original nahezu ebenbürtig ist. Selbst Verkehrsschilder, Mülleimer oder Kanaldeckel werden minutiös erfasst, was den städtischen Fachämtern die Arbeit erheblich erleichtert.

Statt jedes Mal bei einem Ortstermin nachmessen oder den Gebäudebestand prüfen zu müssen, lässt sich das gewünschte Ergebnis mit wenigen Mausklicks im Büro gewinnen, denn in den Bilddaten kann direkt gemessen werden. So nutzt beispielsweise das Tiefbauamt das Material, um Radwege, Ampeln und Straßenmarkierungen zu planen, während die Branddirektion Gebäudehöhen prüft, das Amt für Abfallwirtschaft die Mülltouren optimiert, der Gutachterausschuss bei der Ausarbeitung von Kaufverträgen auf die 3-D-Daten zugreift.

Bei den Kamerafahrten sind alle Anforderungen des Datenschutzes erfüllt, indem Gesichter und Kraftfahrzeugkennzeichen unkenntlich gemacht werden. Zudem dienen die Bilddaten nur der Nutzung durch die Stadt, eine Veröffentlichung der Aufnahmen erfolgt nicht. -eck-

 
 

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