Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 30. April 2021

Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord: Stadt nun Teil des wilden Schwarzwalds

PRÄSENTIERTEN das Naturpark-Konzept: (v. l.) BM Lisbach, Durlachs Ortsvorsteherin Alexandra Ries, Naturpark-Vorsitzender Mack, stellvertretende Naturpark-Geschäftsführerin Flesch, KTG-Geschäftsführer Lomsky. Foto: Knopf

PRÄSENTIERTEN das Naturpark-Konzept: (v. l.) BM Lisbach, Durlachs Ortsvorsteherin Alexandra Ries, Naturpark-Vorsitzender Mack, stellvertretende Naturpark-Geschäftsführerin Flesch, KTG-Geschäftsführer Lomsky. Foto: Knopf

 

Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord nimmt Karlsruhe mit Bergdörfern auf / Nördlichster Punkt des bundesweiten Superlativs / Biodiversität trifft Genuss

Karlsruhe und der Schwarzwald kommen sich näher. Seit Mitte April ist die Fächerstadt offizielles Mitglied im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord und somit Teil des größten Naturparks Deutschland.

Einstimmig hatte sich die Naturpark-Mitgliederversammlung kürzlich für die Aufnahme Karlsruhes ausgesprochen. Somit ist die badische Residenz der nördlichste Teil des rund 420.000 Hektar großen Parks mit 114 Städten und Gemeinden, sieben Land- und Stadtkreisen sowie etlichen Verbänden und Vereinen.

Sehr erfreut zeigte sich Bürgermeisterin Bettina Lisbach über die neue Allianz: „Diese Mitgliedschaft bedeutet uns sehr viel. Wir gestalten damit die Achse von der Stadt mit ihren vielfältigen Kulturlandschaften in die wilde Welt des Nationalparks hinein, mit der uns bislang eine Patenschaft verband“, erklärte die Umweltdezernentin vor den Medien bei der Vorstellung mit Panoramablick auf Durlachs Turmbergterrassen.

Speziell die Bergdörfer Grünwettersbach, Hohenwettersbach, Palmbach, Stupferich und Wolfartsweier sollen neben Durlach mit dem Turmberg eine wichtige Rolle im Naturpark spielen. Zudem erhielt die Stadt ein Begrüßungsgeschenk mit einer Wanderausstellung über den Park, die im „Schaufenster“ der Tourist-Information am Marktplatz bis Ende Mai zu sehen sein wird. Karlsruhe habe schon seit 2015 das Ziel verfolgt, Mitglied zu werden, betonte Lisbach. „Die Naturparkidee vereint den Nachhaltigkeitsgedanken mit Genuss und Lebensqualität. Dies macht sie so attraktiv“, führte sie fort.

In Bälde sollen diverse Projekte umgesetzt werden, so zur Jahresmitte der Walderlebnisweg „WaldWelt“. Begeistert vom neuen Mitglied zeigte sich der Naturpark-Vorsitzende Klaus Mack, der die Ziele der Vereinigung definierte. „Es geht uns um den Erhalt der Kulturlandschaften mit ihren Freiflächen, ebenso um naturpädagogische Angebote, naturverträglichen Tourismus und den Klimaschutz.“ Die nähere besondere Heimatwelt solle den Menschen nähergebracht werden. Gerade in Corona-Zeiten habe sich gezeigt, wie bedeutend die Naherholung direkt vor der Haustür ist.

Konkrete Projekte stellte die stellvertretende Naturpark-Geschäftsführerin Yvonne Flesch vor. Für Familien seien erdgeschichtliche Geo-Touren in Planung. Genuss-Messen seien ebenso ein Teil des Konzepts wie umweltpädagogische Projekte. „Es geht darum, Mikro-Abenteuer zu erleben“, sagte sie. Von einer „Schatzkiste an Ideen“ sprach der Geschäftsführer der Karlsruhe Tourismus GmbH (KTG), André Lomsky. „Die neuen erlebnisreichen Angebote treffen den Nerv der Zeit“, merkte er an. Genuss, Kulturtourismus und Naturraum gelte es mit einer nachhaltigen Mobilität zu verknüpfen. Gerade die nachhaltige, naturverträgliche Erholungsnutzung mit Hofläden und Märkten sowie die Förderung von Biodiversität und Umweltbildung nannte auch Lisbach als Säulen des Naturparkkonzepts. -voko-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe