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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 30. April 2021

Neues Förderprogramm „KlimaBonus Karlsruhe“: Nachhaltiger Schritt

MALERISCHE ÄLTERE GEBÄUDE SIND OFT ENERGIESCHLEUDERN: Mit „KlimaBonus Karlsruhe“ will die Stadt künftig Maßnahmen zur energetischen Sanierung unterstützen. Archivfoto: Fränkle

MALERISCHE ÄLTERE GEBÄUDE SIND OFT ENERGIESCHLEUDERN: Mit „KlimaBonus Karlsruhe“ will die Stadt künftig Maßnahmen zur energetischen Sanierung unterstützen. Archivfoto: Fränkle

 

Gemeinderat beauftragt die Verwaltung mit der Umsetzung

Nahezu alle Fraktionen im Plenum waren sich darin einig: Das neue Förderprogramm „KlimaBonus Karlsruhe“ ist ein wesentlicher Bestandteil des „Klimaschutzkonzepts 2030“ und kann dazu beitragen, das Ziel der Klimaneutralität in der Fächerstadt bis 2050 zu erreichen.

Mit übergroßer Mehrheit (45 Ja- und lediglich drei Nein-Stimmen der AfD-Fraktion) beschloss der Gemeinderat denn auch auf seiner jüngsten Plenarsitzung die Richtlinien des Förderprogramms und beauftragte die Verwaltung, diese umzusetzen. Mit dem zwei Millionen Euro schweren „KlimaBonus Karlsruhe“, das das bisherige Bonusprogramm für energetische Sanierung ablöst, will die Stadt bei Eigentümern bestehender Wohngebäude finanzielle Anreize für Investitionen in ihren Bestand schaffen. Denn der Energieverbrauch der privaten Haushalte macht ein Viertel des Gesamtenergieverbrauchs in der Stadt aus und birgt nach wie vor hohe Potenziale zum Einsparen von Energie.

Nach den neuen Richtlinien förderfähig ist grundsätzlich ein Wohngebäude, für das der Bauantrag bis Ende des Jahres 1994 gestellt und das später zu nicht mehr als 50 Prozent durch einen Anbau oder durch Aufstockung verändert wurde. Das Programm kann in diesen Gebäuden jede Maßnahme fördern, die zu einer erheblichen und nachhaltigen Verbesserung des dortigen Wärmeschutzes führt. Dazu gehören Dämmungen von Wänden, Decken und Dachflächen oder der Austausch von Fenstern und Außentüren ebenso wie das Erreichen eines KfW-Effizienzhaus-Standards durch energetische Sanierungsarbeiten, der Umstieg von Einzelöfen auf eine Zentralheizung mit erneuerbaren Energien oder der Einbau von Photovoltaik-Anlagen.

In der kurzen Debatte im Plenum vor der Entscheidung zur Umsetzung des Programms freute sich GRÜNE-Fraktionsvorsitzende Zoe Mayer über „den wichtigen und nachhaltigen Schritt für den Klimaschutz“. KlimaBonus Karlsruhe sei ein „elementarer Baustein für das Gesamtkonzept“. Auch CDU-Stadtrat Sven Maier begrüßte „das innovative Förderprogramm“. Stadtrat Dr. Anton Huber (SPD) forderte, „das neue Programm auch gut zu bewerben“. Und sah sich darin einig mit FDP-Fraktionsvorsitzendem Tom Høyem und Stadtrat Friedemann Kalmbach (FW/FÜR-Fraktion).

AfD-Fraktionsvorsitzender Dr. Paul Schmidt hingegen sprach davon, dass die Stadt mit dem Förderprogramm „kurzfristig den CO2-Ausstoß eher ankurbelt“. Ohnehin, so Schmidt, müssten sich die genannten Maßnahmen für die Eigentümer rechnen und bräuchten keine Förderung, „die Steuerzahler und Stromkunden bezahlen“. -trö-

 
 

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