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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 30. April 2021

Planungsausschuss: Weniger Werbung in der Innenstadt

Ausgeblinkt: Grelle und auffällige Werbeanlagen sollen zukünftig in der Karlsruher Innenstadt keinen Platz mehr haben. Foto: Müller-Gmelin

Ausgeblinkt: Grelle und auffällige Werbeanlagen sollen zukünftig in der Karlsruher Innenstadt keinen Platz mehr haben. Foto: Müller-Gmelin

 

Planungsausschuss votierte für Satzung / „Wertigkeit des Gesamtbildes erhöht“

Immer größer, immer greller, immer bunter – dieser Entwicklung bei den Werbetafeln in der Karlsruher Innenstadt möchte die Stadtverwaltung einen Riegel vorschieben. Das passende Instrument hierfür ist eine Werbeanlagensatzung, die vom Planungsausschuss des Gemeinderats mit großer Mehrheit angenommen wurde und jetzt in die Öffentlichkeitsbeteiligung gehen wird.

Mit Hilfe der Satzung kann in dem Areal zwischen Durlacher Tor, Mühlburger Tor, Reinhold-Frank-, Kriegs- und Kapellenstraße die Maximalgröße der Werbeanlagen, die Art ihrer Anbringung oder die Einbindung in die Fassadengestaltung genau festgelegt werden. Blinkende Leuchtschriften oder drehbare Werbeträger sind künftig gar nicht mehr zulässig.

„Das ist eine wichtige Regelung, um die Wertigkeit des Gesamtbildes zu erhöhen“, freute sich Bürgermeister Daniel Fluhrer über das Votum des Ausschusses, welches nach Ansicht von Aljoscha Löffler (Grüne) genau zum richtigen Zeitpunkt komme, denn die Sanierungssatzungen böten zusätzlichen Handlungsspielraum. „Manche Ausuferungen der sind wirklich eine Schande“, pflichtete Michael Zeh (SPD) bei, während Dr. Paul Schmidt (AfD) dafür plädierte, „einer aggressiven Werbung entgegen zu wirken“ und Tom Høyem (FDP) aufs Tempo drücken wollte.

Skeptisch zeigte sich dagegen Tilman Pfannkuch (CDU) und befand, dass „wir in der Innenstadt wirklich andere Probleme haben“. Mit Verweis auf die kleinen Läden, die ohnehin schon um ihre Existenz kämpften, lehnte Lüppo Cramer (KAL) die Satzung ab. Wie die Leiterin des Stadtplanungsamts, Prof. Dr. Anke Karmann-Woessner, betonte, sei die Satzung in enger Abstimmung mit den Betroffenen erstellt worden. „Dabei haben die Einzelhändler sogar selbst eine Satzung gefordert, um dem Downtrading-Effekt entgegen zu wirken“, so Karmann-Woessner. -eck-

 
 

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