Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 7. Mai 2021

Europäische Kulturtage: Stetes Ringen um gemeinsame Vision

SO SCHMECKT EUROPA: Testesserin und Kulturamtsleiterin Dr. Susanne Asche ließ sich Grünen Spargel mit Orangen-Kartoffel-Pfanne schmecken und empfahl Marc Teuscher wie dessen Kochkünste weiter. Foto: Müller-Gmelin

SO SCHMECKT EUROPA: Testesserin und Kulturamtsleiterin Dr. Susanne Asche ließ sich Grünen Spargel mit Orangen-Kartoffel-Pfanne schmecken und empfahl Marc Teuscher wie dessen Kochkünste weiter. Foto: Müller-Gmelin

 

25. Europäische Kulturtage eröffnet / Am Puls gesellschaftspolitischer Aktualität

Es ist angerichtet – und das im doppelten Sinne. Am vergangenen Sonntag gingen die pandemiekonform über digitale Kanäle präsentierten 25. Europäischen Kulturtage Karlsruhe (EKT) an den Start, tags darauf servierte Kinemathek-Geschäftsführer Marc Teuscher im Café #EUtopia das erste in der Festivalküche FOODtopia zubereitete Gericht.

Täglich finden über den Konferenztool „wonder.me“ Koch-shows im Livestream statt, die veganes Essen verschiedener Länder vorstellen. Was an schmackhaften Kombinationen herauskommt, darf verkauft und im Freien verspeist werden. Bis Sonntag, 16. Mai, bietet die EKT-Jubiläumsausgabe unter dem Titel „Europa – ein Versprechen“ alle Spielarten von Kunst und Kultur, abrufbar via www.karlsruhe.de/ekt-tv.

Einmal mehr träfen Stadt Karlsruhe und Badisches Staatstheater als Veranstalter des Festivals „den Nerv gesellschaftspolitischer Aktualität“, zeigte sich Petra Olschowski, Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, bei der digitalen Eröffnung beeindruckt. Karlsruhes Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup und sein Kollege Leoluca Orlando aus dem sizilianischen Palermo betonten in ihren Grußworten die Bedeutung fortwährenden Ringens um die gemeinsame Vision.

Das europäische Versprechen sei an der „Nahtstelle zwischen dem Recht des Einzelnen und dem Gesellschaftlichen“ in täglichem Bemühen immer wieder neu auszuloten, unterstrich Mentrup. „Ich liebe Europa“, bekannte Orlando. Mit der „Charta von Palermo“ brachte er ein Manifest auf den Weg, das die Vielfalt der Kulturen feiert und Freizügigkeit als Menschenrecht deklariert. Der Italiener träumt davon, dass alle europäischen Regierungen diese „einzige Garantie für eine Zukunft Europas“ in Frieden und ohne rassistische Ausgrenzungen teilten.

Festivalgästen empfiehlt sich ein tagesaktueller Blick in das Programm, online auf www.europaeische-kulturtage.de. So gibt es etwa Gelegenheit, Pauline Viadot-Garcia kennenzulernen, deren Geburtstag sich aktuell zum 200. Mal jährt. Der Sängerin und Komponistin, die in ihrem Salon die kulturelle Elite Europas versammelte, widmet Heike Bleckmann am Samstag, 8. Mai, um 18.30 und 21 Uhr einen Konzertabend; am Sonntag, 9. Mai, um 20 Uhr steht die deutsche Erstaufführung von Sibylle Bergs „In den Gärten der Lyistrata“ an. Was junge Menschen von Europa erwarten, zeigt am Montag, 10. Mai, ab 16 Uhr, der Film „Jugend Exklusiv! Ein Update“, der Menschenrechtsschutz durch Europas Gerichte wird am Donnerstag 13. Mai, um 18 Uhr verhandelt. -maf-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe