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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 7. Mai 2021

Neue Hauptfeuerwache: Schlüsselübergabe für die Hauptwache

BEI DER OFFZIELLEN SCHLÜSSELÜBERGABE zeigten (von links) Branddirektor Florian Geldner und Architekt Florian Schramm OB Dr. Frank Mentrup sowie BM Bettina Lisbach den Containerport. Foto: Steffler

BEI DER OFFZIELLEN SCHLÜSSELÜBERGABE zeigten (von links) Branddirektor Florian Geldner und Architekt Florian Schramm OB Dr. Frank Mentrup sowie BM Bettina Lisbach den Containerport. Foto: Steffler

BEIM PROBEALARM aus der neuen Hauptwache direkt vorbildlich ausgerückt sind Wagen der Karlsruher Berufsfeuerwehr. In der Halle stehen sie sich gegenüber und können direkt in Formation fahren. Foto: Steffler

BEIM PROBEALARM aus der neuen Hauptwache direkt vorbildlich ausgerückt sind Wagen der Karlsruher Berufsfeuerwehr. In der Halle stehen sie sich gegenüber und können direkt in Formation fahren. Foto: Steffler

 

Markantes Gebäude-Ensemble für den Stadteingang von Osten Richtung Innenstadt / Berufsfeuerwehr präsentiert Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup neue Räumlichkeiten

Kinderaugen glänzen, wenn Feuerwehrautos mit Blaulicht und Sirenengeheul an ihnen vorbeirasen. Diesen Hauch von Abenteuer versprühte Branddirektor Florian Geldner, als er zum Abschluss der offiziellen Übergabe der Hauptfeuerwache von Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup einen Probealarm für drei Löschzüge und einen Einsatzleitwagen startete. Mit quietschenden Reifen rasten die Fahrzeuge aus dem grauen Tor auf dem Ostring Richtung Innenstadt.

Ende April ist Karlsruhes Berufsfeuerwehr in ihr neues Quartier an der Ecke Wolfartsweierer Straße / Ostring gewechselt. „Es gibt drei Gründe für den Umzug. Einmal ist das die bessere Erreichbarkeit der östlichen Stadtteile, so dass wir für Karlsruhe im Zusammenspiel mit der Wache West eine optimale Versorgung haben. Dann brauchte die Berufsfeuerwehr deutlich mehr Platz, und zum Dritten haben wir mit dem markanten Bau einen echten Eyecatcher für den Stadteingang von Osten in Richtung Innenstadt bekommen“, sagte der Oberbürgermeister in der Fahrzeughalle der Zimmerstraße 1.

Zu diesem Termin war auch Architekt Florian Schramm vom Büro HIIIS gekommen, der begeistert über die Fassade des Komplexes ausführte: „Die Außenhaut aus eloxiertem Aluminium hält die verschiedenen Gebäudeteile optisch zusammen, sie ist zudem ein Akustikschutz und schimmert in unterschiedlichen Farben je nach Lichtverhältnissen.“

Das Herzstück der neuen Wache sei, so Schramm weiter, die Fahrzeughalle, in der sich die Einsatzwagen nach einem französischen Vorbild gegenüberstehen. Außerdem sei die Halle wegen ihrer Dimension auch eine Art Betriebshof für Arbeiten mit Platzbedarf. Die Gebäude der Wache messen zusammen 125 mal 58 Meter, allein die Fahrzeughalle kommt auf eine Länge von 40 Metern.

Bei einem Rundgang präsentierten die Floriansjünger verschiedene Bereiche wie Verwaltungsräume und den Dachbereich mit Joggingkurs und Fußballplatz. „Sport ist für Feuerwehrleute Pflicht. Hier finden wir unter anderem mit den Fitness-räumen und der Sporthalle gute Bedingungen vor“, erklärte Branddirektor Geldner.

„Außerdem bieten wir Freizeitaktivitäten wie Fußball und Basketball an. Das fördert den familiären Zusammenhalt.“ Da die Berufsfeuerwehr an 365 Tagen im Jahr 24 Stunden im Dienst ist, brauchen die Brandschutzexperten Rückzugsorte. Das bietet etwa der Ruhebereich. In den weißgestalteten Räumen finden in den herunterklappbaren Schrankbetten bis zu sechs Personen in einem Raum Platz. Die Spinde für die persönliche Habe der Mitarbeitenden sind in den Gängen aufgestellt.

Am Eingang der Fahrzeughalle steht eine Besonderheit: der Containerport. Im Turm, der teilweise in den Untergrund ragt, finden bis zu zehn große Behälter Platz. So können Feuerwehrleute die Container für Hochwasserboote, Löschmittel oder Atemschutztechnik mit einem Spezialfahrzeug schnell aufladen und damit problemlos zu den Einsatzorten transportieren. -cf-

 
 

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