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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 14. Mai 2021

Corona: Drive-in und ein Neustart als Hoffnung

TESTLAUF: OB Mentrup hat bereits eine Runde durch den Schnelltest-Drive-in in der Günther-Klotz-Anlage gedreht. Unter der Woche öffnet die Fahrrad-Station bereits um 6.30 Uhr – interessant für täglich Radelnde. Foto: Steffler

TESTLAUF: OB Mentrup hat bereits eine Runde durch den Schnelltest-Drive-in in der Günther-Klotz-Anlage gedreht. Unter der Woche öffnet die Fahrrad-Station bereits um 6.30 Uhr – interessant für täglich Radelnde. Foto: Steffler

EIN HOFFNUNGSSCHIMMER für die von der Pandemie besonders stark betroffenen Schaustellerinnen und Schausteller zeigt sich durch seit dieser Woche offene Verkaufsstände. Unter den üblichen üblichen Regeln blüht nicht nur der Friedrichsplatz auf, auch Kronen-, Markt-, Stephanplatz und St. Stephan halten Köstlichkeiten bereit. Foto: MMG

EIN HOFFNUNGSSCHIMMER für die von der Pandemie besonders stark betroffenen Schaustellerinnen und Schausteller zeigt sich durch seit dieser Woche offene Verkaufsstände. Unter den üblichen üblichen Regeln blüht nicht nur der Friedrichsplatz auf, auch Kronen-, Markt-, Stephanplatz und St. Stephan halten Köstlichkeiten bereit. Foto: MMG

 

Fahrrad-Schnelltest-Station in der Günther-Klotz-Anlage / Mögliche Perspektive für Karlsruher Club-Szene

Während die 7-Tage-Inzidenz in Karlsruhe schon seit einigen Tagen nur knapp über 100 pendelt, die Stadtverwaltung den Austausch mit der Clubszene suchte und weitere Öffnungsschritte zum Greifen nah scheinen, hat diese Woche die erste Fahrrad-Schnelltest-Station in der Fächerstadt eröffnet. Im Kampf gegen die Corona-Pandemie steht eigens für Radfahrerinnen und Radfahrer nun in der Günther-Klotz-Anlage ein Drive-in zur Verfügung.

„Karlsruhe ist die fahrradfreundlichste Großstadt Deutschlands“, betont Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup. „Da gehört ein Fahrrad-Drive-in als wichtiges Werkzeug in der Karlsruher Öffnungsstrategie zum umfassenden Testangebot als Service dazu.“ Die Station hat die Karlsruhe Marketing und Event GmbH (KME) eingerichtet, betrieben wird sie nun vom Arbeiter-Samariter-Bund. „Das Fahrrad ist das ideale urbane Fortbewegungsmittel in der Pandemie.

Man kommt überall schnell hin und hält auch 1,5 Meter Abstand“, erläutert Markus Wiersch, stellvertretender Geschäftsführer der KME, die Idee. Gleichzeitig sei die Teststelle eine Musterstation. „Wir haben den ASB ins Boot geholt, um interdisziplinäre Kompetenzen zusammenzuführen und eine qualitativ autorisierte Teststelle einzurichten“, erklärt Wiersch weiter. In der verkehrsstrategisch günstig gelegenen Günther-Klotz-Anlage kann sich seit Dienstag jeder kostenfrei – etwa schon auf dem Weg zur Arbeit – testen lassen.

Bis zu 300 Tests sollen dort so pro Tag möglich sein. Die Station ist auf dem Junker-und-Ruh-Weg zwischen den beiden Seen eingerichtet, Öffnungszeiten sind unter der Woche von 6.30 bis 18.30 Uhr und am Wochenende sowie an Feiertagen von 12 bis 16 Uhr. Eine Terminvereinbarung ist über die App PassGo oder online unter dem Link https://termin.e-guest.de/?id=3099 möglich – das Testergebnis wird hinterher per E-Mail versandt. Die Nutzung der App kann auch für andere Teststationen sowie zum Nachweis der Testergebnisse bei Handel, Gastronomie und Kultureinrichtungen verwendet werden. Für den Fahrrad Drive-In kann sie nach aktuellem Plan bis mindestens 31. August zum Einsatz kommen.

Unterdessen haben sich auf Einladung des Stadtoberhaupts kürzlich auch die städtische Wirtschaftsförderung, das Kulturamt, die City Initiative und das Citymarketing der KME mit 13 Clubbetreibern aus Karlsruhe über die aktuelle Lage der lokalen Club-Szene ausgetauscht. Gemeinsam mit dem OB diskutierten die Event-Gastronomen denkbare Öffnungsszenarien und die Möglichkeiten städtischer Unterstützung. „Das Karlsruher Nachtleben steckt durch die Corona-Pandemie in existenzbedrohlichen Schwierigkeiten. Über unserer Jugendkultur und dem urbanen Leben, das ohne Clubs, Event-Veranstalter und Abendgastronomie nicht denkbar ist, schwebt ein Damoklesschwert“, machte Mentrup deutlich. „Uns allen liegt es sehr am Herzen, dass unsere vielfältige Kultur – tagsüber wie nachts – wieder durchstarten kann, sobald dies möglich ist.“ Dafür bereite man alles vor, damit es dann schnell und sicher wieder nach vorne gehen kann.

Die KME erläuterte die Öffnungsstrategie der Stadt, die zurzeit ämterübergreifend so umfassend wie bedacht geplant wird. Mit vielfältigen Maßnahmen, die im „Karlsruher Werkzeugkoffer“ griffbereit auf ihren Einsatz warten, will die Stadt den Neubeginn in Einzelhandel, Kultur, Gastronomie und Hotellerie nach Kräften unterstützen, sobald die Landesverordnung einen Betrieb wieder zulässt. Erprobte Werkzeuge und Maßnahmen, von nachhaltiger Teststrategie über abstandswahrende Wegeführung bis zur datenschutz-konformen Nachverfolgung möglicher Kontakte, werden bei Bedarf interessierten Einrichtungen und Betrieben zur Verfügung gestellt.

Wann es weitergeht und wann die Karlsruher Clubs wieder öffnen können, dazu konnte niemand verbindliche Aussagen treffen – Entscheidungen dazu fallen auf Bundes- und Landesebene. So müssen die Szenegastronomen ebenso wie die Stadt auf entsprechende Signale aus Berlin und Stuttgart warten. Wenn es soweit ist, stehen in Karlsruhe jedenfalls alle Beteiligten in den Startlöchern für einen gelungenen Re-Start.

Sichtbar voran geht es auf Plätzen der Innenstadt: Dort dürfen Buden-Betreiber seit dieser Woche und zunächst bis 31. Juli wieder „to go“ verkaufen. Ebenso geht es beim Impfen bergauf: Diese Woche knackt Karlsruhe die Marke von 200.000 verabreichten Impfdosen. Kostenlose Schnelltestangebote sind auf karlsruhe.de/teststellen zu finden. -bea-/-trö-

 
 

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