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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 11. Juni 2021

Heinrich-Hertz-Schule: Ist Interims-Gebäude die Lösung?

PUNKTLANDUNG: Die Sanierung der Heinrich-Hertz-Schule blieb trotz schwieriger Rahmenbedingungen unter dem Kostenvoranschlag. Foto: bild_raum

PUNKTLANDUNG: Die Sanierung der Heinrich-Hertz-Schule blieb trotz schwieriger Rahmenbedingungen unter dem Kostenvoranschlag. Foto: bild_raum

 

Erfolgreich abgeschlossene Sanierung wirft noch Fragen auf

Projekt geglückt, aber noch offene Fragen – auf dieses Ergebnis lässt sich die Erweiterung und Modernisierung der Heinrich-Hertz-Schule bringen, die im Bauausschuss des Gemeinderats vorgestellt wurde. Einerseits habe die 47,7 Millionen Euro umfassende Maßnahme gezeigt, „dass wir auch bei großen Projekten richtig gute Arbeit leisten können“, lobte Baubürgermeister Daniel Fluhrer insbesondere mit Blick auf die Kostenfeststellung.

Diese liegt um rund drei Prozent unter dem Voranschlag. Auf der anderen Seite müsse man aber auch Rückschlüsse für künftige Maßnahmen ziehen, sagte die Leiterin des Amtes für Hochbau und Gebäudewirtschaft, Prof. Anne Sick, denn sechs Jahre Bauzeit unter laufendem Schulbetrieb „waren eine sehr große Belastung für alle Beteiligten“. Als Lösungsmöglichkeit würde sich der Bau eines eigenständigen Interims-Gebäudes anbieten, welches dann im Wechsel von der jeweils aktuell zur Sanierung anstehenden Schule genutzt werden könnte.

Weil in nächster Zeit weitere aus den sechziger Jahren stammende Schulgebäude modernisiert werden müssen, könnte sich ein solches, wissenschaftlich begleitetes Pilotprojekt durchaus lohnen, erläuterte Fluhrer, „auch wenn es sicher nicht ganz einfach umzusetzen ist“. Rückendeckung dazu gab es aus dem Plenum. CDU-Stadträtin Karin Wiedemann riet dringend davon ab, noch einmal unter laufendem Betrieb zu modernisieren, ansonsten „kommen alle Seiten an die Grenze des Erträglichen“. Fraktionskollege Dirk Müller ergänzte, dass man ohne Auslagerung außerdem eine verlängerte Bauzeit in Kauf nehmen müsse.

Bei künftigen Baumaßnahmen will die Verwaltung ferner das Thema „graue Energie“ noch stärker in den Fokus rücken, wie Fraktionsvorsitzender Lüppo Cramer (KAL/Die PARTEI) vorgeschlagen hatte. Die Herstellung von Beton setzt erhebliche Mengen an CO2 frei, die in einem Bestandsgebäude schon gebunden sind. Unter Berücksichtigung des Klimaaspekts „dürfte daher der Weg eher weg von Neubauten und hin zur Sanierung führen“, sagte Fluhrer.

Des Weiteren beschloss der Bauausschuss einstimmig die Vergabe von Gas-, Wasser- und Entwässerungsanlagen im Zuge der Erweiterung und Modernisierung der Schloss-Schule in Durlach mit einem Gesamtvolumen von rund 590.000 Euro. -eck-

 
 

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