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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 2. Juli 2021

Abwasser: „Corona-Orakel“ bleibt nichtöffentlich

Beim Thema Corona argwöhnten manche Zeitgenossen bisweilen, dass die Verantwortlichen im Trüben fischen. Genau dies geschieht buchstäblich im Karlsruher Klärwerk, wo aus dem Abwasser Proben entnommen und auf Spuren des SARS-COV-2-Erregers untersucht wird. Hieraus können Fachleute Trends für die weitere Entwicklung des Infektionsgeschehens ablesen, weshalb schon das Bonmot vom „Corona-Orakel“ die Runde machte.

Nachdem die Zahlen seit März regelmäßig an den städtischen Verwaltungsstab übermittelt wurden, hatte die Gemeinderatsfraktion Freie Wähler / FÜR Karlsruhe beantragt, die Zahlen auch der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Diesem Ansinnen erteilte jedoch die Verwaltung im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen eine Absage: „Wir würden dadurch möglicherweise weitere Verwirrung stiften, weil die Sachlage sehr komplex ist“, begründete Bürgermeister Daniel Fluhrer die Ablehnung.

Es handle sich um wissenschaftliche Daten, die einen Trend darstellen, aber nicht in allgemein verständliche Echtdaten umgerechnet werden können. Darüber hinaus sei die ebenso gewünschte stadtteilspezifische Untersuchung durch Projektpartner Technologiezentrum Wasser nicht leistbar, weil dazu eine signifikant größere Anzahl von Proben gezogen werden müsste und sich die notwendige Analyse sehr aufwändig gestalte. -eck-

 
 

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