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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 2. Juli 2021

Brunnen: Trinkbrunnen besser erkennen

AUCH DER PELIKANBRUNNEN auf dem Gutenbergplatz führt grundsätzlich Trinkwasser. Foto: Müller-Gmelin

AUCH DER PELIKANBRUNNEN auf dem Gutenbergplatz führt grundsätzlich Trinkwasser. Foto: Müller-Gmelin

 

Vielfältig gestaltete Wasserspiele wie der Brunnen auf dem Ludwigsplatz oder der Krautkopfbrunnen prägen das Stadtbild. Um das Potenzial der Karlsruher Brunnenanlagen als frei verfügbare Trinkwasserquellen zu nutzen, hat die Grünen-Fraktion das Gartenbauamt ermächtigt, ein Trinkbrunnenkonzept zu beauftragen.

Das Ergebnis wurde vergangene Woche im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen vorgestellt. Es zeigt sich, dass in der Stadt bereits 54 Brunnen mit Trinkwasseranschluss existieren, jedoch nur die Hälfte ohne Einschränkungen als Trinkbrunnen nutzbar ist.

Trinkwasserentnahmestellen unterliegen hohen Anforderungen, so sollte unter anderem eine Entleerungsmöglichkeit im Winter gegeben sein und kein Becken zum Schöpfen verleiten. Die bereits nutzbaren Brunnen benötigen eine fachliche Aufarbeitung und Reinigung, auch müssen sie erkennbar als Trinkwasserquellen gekennzeichnet sein. Den Bedarf für Trinkbrunnen gibt es, unter anderem durch das sich verändernde Stadtklima und den gesteigerten Radverkehr – entlang der Hauptrouten ist auch ein Neubau von Anlagen denkbar. Das Gremium ist sich aber einig, zunächst die bestehenden Trinkbrunnen instandsetzen und durch durch einheitliche Plaketten sichtbar machen zu wollen.

Die Beschilderung der 43 Bestandsbrunnen, die (auch eingeschränkt) als Trinkbrunnen nutzbar sind, lässt sich mit derzeitigen Haushaltsmitteln finanzieren. Der Ausschuss unter dem Vorsitz von Bürgermeisterin Bettina Lisbach stimmte überein, dass darin eine Profilierungsmöglichkeit für die Stadt liegt, besonders als erster deutscher Wasserversorger mit klimaneutralem Trinkwasser. -los-

 
 

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