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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 2. Juli 2021

Corona: Einzelhandel benötigt Unterstützung

BELEBUNG: Die Besucherfrequenz im Einzelhandel hat wieder das Niveau vor der Corona-Pandemie erreicht. Foto: Müller-Gmelin

BELEBUNG: Die Besucherfrequenz im Einzelhandel hat wieder das Niveau vor der Corona-Pandemie erreicht. Foto: Müller-Gmelin

 

Leerstandsmanagement bildet Teil des städtischen Maßnahmenpakets

Obwohl die Corona-Auflagen inzwischen weitgehend weggefallen sind, befindet sich der Karlsruher Einzelhandel weiterhin in einer schwierigen Situation. Dies geht aus der Antwort der Stadtverwaltung auf eine Anfrage der Gemeinderatsfraktion DIE LINKE hervor, die im Wirtschaftsförderungsausschuss debattiert wurde. „Die Besucherfrequenz hat zwar das Niveau vor der Pandemie wieder erreicht“, erläuterte Michael Kaiser, Leiter der städtischen Wirtschaftsförderung, „aber das sagt über den Umsatz nichts aus“.

Daher müsse man davon ausgehen, dass Anzahl und Verkaufsfläche der Handelsbetriebe weiter abnehmen, insbesondere bei Textilien und Schuhen. Die Zahl der momentan leerstehenden Geschäfte bezifferte Kaisers Stellvertreterin Andrea Scholz auf derzeit 40 bis 50 und kündigte an, „noch stärker in das Leerstandsmanagement zu gehen“. Ein Baustein hierfür ist eine neue, bei der Karlsruher Marketing und Event GmbH (KME) angesiedelte Projektstelle für digitales Leerstandsmanagement.

Darüber hinaus hat die Verwaltung weitere Maßnahmen initiiert, um dem Handel unter die Arme zu greifen. Dazu zählt neben dem Portal „smart@home“ und der Digitalisierung des Karlsruher Geschenkgutscheins auch der temporäre Verzicht auf Sondernutzungsgebühren. Weitergehende Vorschläge aus dem Antrag, wie etwa eine digitale Einkaufsplattform oder einen Ankaufsfonds für Immobilien, seien nach Ansicht der Ersten Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz aus Finanzgründen kaum umsetzbar: „Wir können das alles mit kommunalen Mitteln nicht stemmen.“

Stattdessen regte Luczak-Schwarz an, die Bindung der Kunden an die Stadt durch Marketingmaßnahmen zu fördern. Während sich LINKE-Stadtrat Lukas Bimmerle mit der Antwort der Verwaltung sehr zufrieden zeigte und diese „auf einem guten Weg“ sah, richtete Tom Høyem (FDP) den Blick auf die B-Zentren, denn „wir dürfen nicht nur an die Kaiserstraße denken“. -eck-

 
 

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