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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 2. Juli 2021

DB Cargo: Mehr Güter auf die Bahn

Leiterin von DB Cargo zu Gast im Karlsruher Rheinhafen

Mehr Gütertransporte von der Straße auf die Schiene zu verlagern ist ein Ziel, das die Stadt Karlsruhe vollumfänglich unterstützt. „Im Kampf gegen den Klimawandel spielt die Bahn eine wichtige Rolle“, betonte Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup bei einem Treffen mit der Vorstandsvorsitzenden der DB Cargo AG, Dr. Sigrid Nikutta, im Karlsruher Rheinhafen. Dorthin hatte sich die Güterbahn-Leiterin standesgemäß mit einer 80 Tonnen schweren Rangierlok begeben, um mit der Recycling-Firma CRONIMET zusätzliche Bahntransporte zu vereinbaren.

Wie Jürgen Pilarsky, geschäftsführender Gesellschafter der CRONIMET Holding erläuterte, „wollen wir bis 2030 ein klimaneutrales Unternehmen werden“. Rund zwei Drittel der rund 270.000 Tonnen Edelstahlschrott, die 2020 an die Stahlwerkskunden geliefert wurden, werde bereits auf der Schiene transportiert, künftig sollen die Lieferketten weiter optimiert werden. „Ein Güterzug ersetzt bis zu 52 Lastwagen, dabei werden 80 bis 100 Prozent weniger CO2 als im Straßentransport ausgestoßen“, fügte Nikutta hinzu.

OB Mentrup wertete dies als eine erfreuliche Aussage für die stark verkehrsbelasteten Bürgerinnen und Bürger. Bei der Verlagerung von Transporten auf die Bahn gelte es allerdings auch den Lärmschutz zu beachten, „es muss insbesondere in lärmarmes rollendes Material investiert werden“, forderte das Stadtoberhaupt. Einen zusätzlichen Pluspunkt für Karlsruhe sah Mentrup in den lokalen Eisenbahnunternehmen. Die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft und die Verkehrsbetriebe, deren Geschäftsführer ebenfalls an dem Gespräch teilnahmen, hätten Kompetenz und Ideen für die letzte Meile.

„Es braucht kein Gegeneinander, sondern eine gute Kooperation“, sagte der OB. Großes Interesse zeigte DB-Managerin Nikutta dabei an dem Projekt „regioKArgo“ für neue Formen des Waren- und Lieferverkehrs. Grundsätzlich bedürfe es „einer klaren politischen Aussage, dass Finanzmittel nicht nur in den Schienenpersonenverkehr sondern auch in den Güterverkehr fließen“, forderte der Karlsruher Bundestagsabgeordnete Michael Theurer (FDP). -eck-

 
 

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