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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 2. Juli 2021

Gemeinderat: Erleichterung beim Jobcenter

DAS JOBCENTER blieb immer erreichbar, im Zweifel telefonisch und digital. Foto: Müller-Gmelin

DAS JOBCENTER blieb immer erreichbar, im Zweifel telefonisch und digital. Foto: Müller-Gmelin

 

Rück- und Ausblick des Jobcenters sind stark von der Pandemie geprägt. Da persönliche Vorsprachen aus Infektionsschutzgründen auf Notfälle begrenzt blieben, verlagerte sich ein Gros der Vermittlung und Betreuung von Kundschaft auf Telefongespräche, berichtete Geschäftsführer Hans-Peter Kölmel dem Sozialausschuss zum Jahresbericht 2020.

Eher erleichtert konstatierte er, dass es zwar erstmals seit 2013 einen Anstieg der Bedarfsgemeinschaften gab, dieser aber mit knapp 400 deutlich geringer ausfiel als anfangs befürchtet.

Beschäftigte der besonders krisengeschüttelten Bereiche wie Gastronomie blieben im Blick. Ohne Kurzarbeit, betonte Kölmel, „wäre die Arbeitslosigkeit natürlich nach oben geschnellt“. Insgesamt waren 11508 erwerbsfähige Leistungsberechtigte zum November gemeldet. Während erfreulicherweise der Anteil Alleinerziehender, betreut von Spezialkräften, weiter sank, stieg der Anteil der Jungen zwischen 18 und 25 „bedenklich“. Mit Blick auf Homeschooling sind ihm „die Siebt- bis Neuntklässler wichtig; nicht, dass die das nicht mehr aufholen“, warnte Kölmel. Gemäß Rechtsprechung dürfen Leistungen nur noch um maximal 30 Prozent wegen sanktionswürdigen Verhaltens gemindert werden. Kölmel begrüßte die Klarheit und Personen ohne jeden Kontakt zum Jobcenter seien sehr überschaubar. -mab-

 
 

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