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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 2. Juli 2021

Gemeinderat: Im Viertel vernetzen

Bericht zur sozialen Quartiersentwicklung Ausschuss-Thema

Die Bedeutung der persönlichen Beziehungs- und Vertrauensebene zog sich wie ein roter Faden durch die jüngste Sitzung des Sozialausschusses und spielt nach allgemeiner Auffassung auch beim Thema der sozialen Quartiersentwicklung eine wichtige Rolle.

„Es zeichnet sich als Erfolg ab, dass die (…) geschaffenen Netzwerke fortschreitend zum Bindeglied verschiedener Akteure werden“, resümiert der dem Gremium vorgelegte, Möglichkeiten zum weiteren Vorgehen aufzeigende Bericht. Aspekte dazu sind Vernetzung, Moderation und Begleitung der kommunikativen Beteiligung sowie das Unterstützen kommunaler Ressourcen und freiwilligen Engagements. Ohne Letzteres geht es nicht, doch „es kann nicht nur das Ehrenamt sein“, warnte Karin Wiedemann (CDU). Gegenüber dem Glanzlicht Mühlburg drohten andere Zentren hintüber zu fallen. Für das weitere Öffnen vorhandener Angebote und Zielgruppen warb Dr. Iris Sardarabady (GRÜNE) für das Verknüpfen der Aktionen von und für Menschen mit und ohne Migrationshintergrund. „Jeder Stadtteil hat seine eigenen Bedürfnisse“, unterstrich Friedemann Kalmbach (FW/FÜR). Verschiedene spezifische Anlaufstellen seien sinnvoller. Dass Vereine viel auffingen, hob Irene Moser(SPD) hervor und pochte auf die beantragten Personalstellen im Quartiersmanagement. „Drücken Sie uns die Daumen“, sagte Bürgermeister Martin Lenz dazu. Das Entstigmatisieren zeichne das progressive Konzept aus, betonte der überzeugte Oberreuter und machte die Begrenztheit des haushaltstechnischen Spielraums im Sozialen von zunächst nur fünf bis sechs Millionen Euro deutlich. Die Wohlfahrtverbände mischen mit und vielfältig die Bürgervereine. Für deren Arbeitsgemeinschaft erklärte der Vorsitzende Dr. Helmut Rempp: „Soziales Quartiersmanagement ist nicht nur Beratung und Gespräch, vielmehr Kulturarbeit.“ -mab-

 
 

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