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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 2. Juli 2021

Gemeinderat: Plenum stimmt für Rasengleise

GRÜN BEVORZUGT: Der Gemeinderat weiß um die Vorzüge von Rasengleisen, muss aber priorisieren. Foto: Müller-Gmelin

GRÜN BEVORZUGT: Der Gemeinderat weiß um die Vorzüge von Rasengleisen, muss aber priorisieren. Foto: Müller-Gmelin

 

Grasflächen um Gleise herum sind gut, herrscht Einigkeit im Gemeinderat. Doch die aktuelle Finanzlage der Stadt erlaubt es nicht, alle nun zu sanierenden Streckenabschnitte direkt mit Rasengleis zu versehen. Daher votierten die Fraktionen bei der vergangenen Sitzung des Gemeinderats einstimmig für eine geplante Reihenfolge der Strecken.

Hintergrund ist, dass einige Gleisabschnitte aus Instandhaltungsgründen erneuert werden müssen. Üblicherweise wird die Standardbauform Schotterbett gewählt. Die durch das Verlegen von Rasengleisen entstehenden Mehrkosten müssten von der Stadt getragen werden. Thomas Hock (FDP) brachte die Problematik auf den Punkt: „Wir wissen, dass das alles mehr kostet.“ Mit Blick auf den Haushalt sagte er: „Vieles kann man sich wünschen, aber einiges muss priorisiert werden.“ Indes hob Johannes Honné (GRÜNE) hervor: „Wenn diese Gleise jetzt nicht als Rasengleise gebaut werden, bleibt das für Jahrzehnte liegen.“ CDU-Stadtrat Sven Maier sieht ebenfalls „die Abarbeitung der einzelnen Stränge“ als kritisch. Er hofft, dass alles „sukzessive umgesetzt wird“. Rasengleise haben objektiv mehrere Vorteile: Reduktion des Schienenlärms, Beitrag zur Biodiversitätsförderung, positive Klimaeffekte, ästhetischeres Erscheinungsbild. „Wir sehen die Vorteile“, erklärte Dr. Anton Huber von der SPD. Seine Fraktion wünschte sich, nicht als Einzige, überall Rasengleise. Die Lärmminderung sei der „ausschlaggebende Faktor“ für die Bevorzugung der Rasengleise, erklärte AfD-Fraktionsvorsitzender Dr. Paul Schmidt (AfD). Jürgen Wenzel (FW/FÜR) betonte die „positiven Effekte für das städtische Mikroklima“. -gia-

 
 

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