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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 2. Juli 2021

Gemeinderat: Weniger Flächen nötig

KEINE ERWEITERUNGSFLÄCHE: Der Rehbuckel bei Hohenwettersbach wird als Baugebiet aus dem Regionalplan gestrichen. Archivfoto: Fränkle

KEINE ERWEITERUNGSFLÄCHE: Der Rehbuckel bei Hohenwettersbach wird als Baugebiet aus dem Regionalplan gestrichen. Archivfoto: Fränkle

 

Stellungnahme zur Fortschreibung des Regionalplans

Nicht in allen Punkten ist die Stadt Karlsruhe mit der Fortschreibung des Regionalplans einverstanden, den der Regionalverband Mittlerer Oberrhein aufgestellt hat.

In der vom Gemeinderat einstimmig beschlossenen Stellungnahme zum Planwerk wird die Herausnahme einiger potenzieller Flächen für Siedlungserweiterung gefordert, weil diese mit Belangen des Natur und Landschaftsschutzes kollidieren. Betroffen davon wären die Landschaftsschutzgebiete „Elfmorgenbruch“ bei Rintheim und „Oberwald-Rißnert“ bei Wolfartsweier. Außerdem soll die auf dem „Rehbuckel“ bei Hohenwettersbach liegende Erweiterungsfläche gestrichen werden, die bereits im Regionalplan enthalten war. Die Größe dieser Flächen sollte im Gegenzug als Options-Kontingent zur weiteren Verfügung anerkannt werden, um mehr Flexibilität zu erhalten, schlug Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup vor. Dem stimmte der Gemeinderat ebenso zu wie einem interfraktionellen Ergänzungsantrag von SPD und Grünen, wonach zukünftig keine Erweiterungs-areale mehr aufgenommen werden sollen, die über den bereits beschlossenen Flächennutzungsplan 2030 hinausgehen. Damit soll ein Zeichen gesetzt werden, dass „wir langsam zu einem Nullwachstum kommen müssen“, begründete Johannes Honné (GRÜNE). Lediglich die bereits versiegelten Bahngrundstücke auf dem Güterbahnhofsgelände seinen noch denkbar. Kritik an dem Antrag übte die CDU. „Wir dürfen die Stadt nicht zum Stillstand bringen, Nullwachstum wird nicht funktionieren“, sagte Thorsten Ehlgötz, während sein Fraktionskollege Dirk Müller der SPD empfahl, sich „vom Mantra des bezahlbaren Wohnraums zu verabschieden“. Auch Jürgen Wenzel (FW/FÜR) plädierte für eine „offene, freie und bunte Stadt“, die wachsen und sich alle Optionen freihalten sollte.  -eck-

 
 

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