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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 2. Juli 2021

Kultursommer bietet bunten Veranstaltungsmix

BESONDERE STIMMUNG herrschte nach Corona-Pause schon beim Auftakt von Toujours Kultur auf dem Schlachthof-Areal. Foto: Bastian

BESONDERE STIMMUNG herrschte nach Corona-Pause schon beim Auftakt von Toujours Kultur auf dem Schlachthof-Areal. Foto: Bastian

DAS FEST-MOBIL bringt Aufführungen in die Stadt – zur Freude von OB Mentrup (oben links), Dr. Asche (oben Mitte) und Martin Wacker (unten, Zweiter von rechts). Foto: Müller-Gmelin

DAS FEST-MOBIL bringt Aufführungen in die Stadt – zur Freude von OB Mentrup (oben links), Dr. Asche (oben Mitte) und Martin Wacker (unten, Zweiter von rechts). Foto: Müller-Gmelin

 

Endlich wieder performen können mit gefördertem Programm / Die ganze Stadt wird dezentral, divers und draußen mit Publikum zur Bühne

Schlosslichtspiele wieder an der Fassade am Schloss, Live-Musik in der Stadt und Theater in der Günther-Klotz-Anlage. Die Kultur kehrt großflächig und mit geballter Power nach Karlsruhe zurück. Nach Monaten der Corona-bedingten Schließung von Spielstätten geht es nun wieder los. Und das im gesamten Stadtgebiet, mit Darbietungen aller Art: „Dezentral. Divers. Draußen“ – Motto des Kultursommers.

Initiiert haben die Eventreihe das städtische Kulturamt und das Büro der UNESCO City of Media Arts. Dargeboten werden Theater und Musik, Medienkunst und Lichtinstallationen, Film und Kleinkunst sowie Tanz und Performances. Die Karlsruher Kultur kehrt in ihrer ganzen Bandbreite zurück. „Wir brauchen wieder Applaus. Wir brauchen wieder Begeisterung. Wir brauchen – in gewisser Weise – wieder Ekstase“, sagte Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup bei der Vorstellung des Programms. Mehr als 20 Karlsruher Institutionen und Initiativen aus Kunst und Kultur, Kreativwirtschaft und digitaler Szene sowie städtische Gesellschaften haben sich für das spartenübergreifende Programm zusammengetan. Mit dabei sind unter anderem das Badische Staatstheater, der Jazzclub, das Jubez und der Stadtjugendausschuss.

„Die Stärke der Karlsruher Kultureinrichtungen liegt – bei aller Konkurrenz um die Zuschauer – in ihrer Kooperation“, betonte Kulturamtsleiterin Dr. Susanne Asche. So haben die Verantwortlichen gemeinsam in nur knapp drei Wochen gleich sechs ganz verschiedene Projekte auf die Beine gestellt.

„Visual Groove Festival – Silent Edition” verbindet Live-Jazz mit Videokunst. Das Besondere dabei ist, dass die Musik zunächst nicht zu hören ist. Erst mit App und Kopfhörern kommt das Publikum in den Genuss der Konzerte. Das „Schlosslichtspiele Light Festival” ist keine abgespeckte Diätvariante, sondern zeigt Lichtspiele an der Schlossfassade und zusätzlich ein Lichtfestival mit Lichtkunst in Schaufenstern und an Hausfassaden. „Das Fest unterwegs“ bringt auf einer kleinen beweglichen Bühne Mini-Darbietungen direkt zum Publikum. Wo das Mobil auftaucht, ist eine Überraschung. Der Stadtjugendausschuss präsentiert dort „MyCity.MyPlace“, „Kultur in der Klotze“ bietet Schauspielerinnen und Schauspielern die Gelegenheit, endlich wieder vor Publikum spielen zu können.

„Season of Media Arts“ zeigt digitale, interaktive Medienkunst und trägt Karlsruhes Titel der UNESCO Stadt der Medienkünste Rechnung. Veranstaltet wird das Medienkunstfestival von Kulturamt und dem ZKM Zentrum für Kunst und Medien. „Toujours Kunst“ bietet bildende Kunst sowie Performances in der Fleischmarkthalle auf dem Alten Schlachthof. Die Kulturstiftung des Bundes fördert den Kultursommer mit 400.000 Euro aus dem Programm „Neustart Kultur“. Da nur neue Projekte gefördert werden, war die Kreativität der Kulturschaffenden zusätzlich gefordert. „Unsere Motivation war, Kulturprojekte für den Außenbereich zu ermöglichen, die sonst nicht möglich wären“, sagte Anastasia Ziegler vom Kulturamt. -gia-

 
 

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