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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 2. Juli 2021

Neugestaltung des Landratsamts-Areals: Preisträger stehen fest

ENTSCHEIDUNG GEFALLEN: Peter Schmidt, Vorsitzender des Preisgerichts, erläutert Dr. Christoph Schnaudigel und Daniel Fluhrer (von links) den Landratsamts-Entwurf. Foto: Müller-Gemlin

ENTSCHEIDUNG GEFALLEN: Peter Schmidt, Vorsitzender des Preisgerichts, erläutert Dr. Christoph Schnaudigel und Daniel Fluhrer (von links) den Landratsamts-Entwurf. Foto: Müller-Gemlin

 

Entwürfe des Architektenwettbewerbs werden ausgestellt

Die Entscheidung ist gefallen, der Sieger gekürt: Das Büro Wittfoht Architekten bda aus Stuttgart hat gemeinsam mit der lohrer.hochrein Landschaftsarchitekten und Stadtplaner GmbH aus München den Architektenwettbewerb zur Neugestaltung des Landratsamts-Areals gewonnen. Nach einem zweitägigen Verfahren zeichnete das Preisgericht letztlich vier Preisträger aus und vergab zwei Anerkennungen. Ausgelobt waren 600.000 Euro Preisgeld: 29 Entwürfe wurden von regionalen bis internationalen Architekturbüros eingereicht.

Landrat Dr. Christoph Schnaudigel erklärte bei der Vorstellung der Preisträger, dass es bei dem Wettbewerb darauf angekommen war, „ein Gebäude für die Bedürfnisse einer modernen Verwaltung“ zu schaffen. Für den Siegerentwurf würde etwa die Funktionalität des Gebäudes sprechen. Auch sei es städtebaulich die „verträglichste Lösung“. Peter Schmidt, Vorsitzender des Preisgerichts, erläuterte, was dem Erstplatzierten „gelingt, was wenigen gelungen ist: den Haupteingang ans Ettlinger Tor zu legen“.

Baubürgermeister Daniel Fluhrer sagte: „Die große Mühe hat sich gelohnt. Das ist ein überzeugendes Ergebnis.“ Er sieht in dem Siegerentwurf eine gute Grundlage für die weitere Entwicklung. Schmidt betonte, dass es sich um einen Vorentwurf handele. „Jetzt kommt alles auf den Prüfstein.“ Nächster Verfahrensschritt ist ein Verhandlungsverfahren mit den Preisträgern, um den Architekten endgültig auszuwählen.

Aktuell ist das Landratsamtsgebäude 70 Meter hoch. Der Plan der Wittfoht Architekten sieht einen 90 Meter hohen Neubau vor. Zudem wird der Eingang gedreht, so dass das Gebäude vom Ettlinger Tor zugänglich ist. Die Jury wünscht sich allerdings eine „grazilere Ausformung“ des neuen Hochhauses. Auch diskutiert das Preisgericht die Lage des geplanten Kindergartens kritisch und fordert, nutzbare öffentliche Freiflächen entlang der Badenwerkstraße zu gewinnen.

Planungsgrundlage für die Architekten ist das Areal an der Beiertheimer Allee 2 mit einer Gesamtfläche von 12.710 Quadratmetern. Rund 600 Beschäftigte des Landkreises bekommen in ihrem neuen Dienstgebäude 25.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche. Darüber hinaus sieht das Nutzungskonzept Seminar- und Konferenzflächen für die Unfallkasse Baden-Württemberg, die Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Karlsruhe sowie Flächen für eine betriebsärztliche Praxis und eine Kindertagesstätte vor.

Noch bis Sonntag, 4. Juli, sind alle Architektenentwürfe in der Gartenhalle ausgestellt. Dann, so wünscht es sich Schnaudigel, sollen sie noch im Landratsamt zu sehen sein. -gia-

 
 

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