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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 9. Juli 2021

Regionalkonferenz: Schwung mitnehmen für Mobilitätswende

Die vierte Regionalkonferenz Mobilitätswende stand ganz im Zeichen der Pandemie: Das in diesem Jahr in Baden-Baden stattfindende Format der TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) und der Metropolregion Rhein-Neckar befasste sich mit „Corona als Treiber der Mobilitätswende“.

Corona habe gezeigt, dass die Menschen auch kurzfristig konsequente Entscheidungen mitgehen können, resümierte Karlsruhes Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup in einer öffentlich gestreamten Talkrunde. Diesen Schwung müsse man für die Mobilitätswende mitnehmen. „Um Klimaschutz ernst zu nehmen, müssen wir agiler arbeiten und uns auch Fehler erlauben dürfen“, erklärte der TRK-Vorsitzende. Zu allen Themen seien schon weit entwickelte Forschungsprojekte vorhanden. Jetzt müsse man den „Mut“ haben, die besten Projekte zügig zu identifizieren und Standards zu setzen. „Zentrale Rahmenbedingungen müssen beherzt angegangen werden, sonst verschachteln wir uns im Klein-Klein der Projekte.“

So blickt er auch auf die gesamtgesellschaftliche Verantwortung, eine Frage der Einstellung: „Das ÖPNV- und Fahrrad-Angebot ist gut – aber wir müssen das Denken aus dem Kopf kriegen, dass zwei Stunden im Stau als ein persönliches Schicksal empfunden werden, aber eine zehn Minuten verspätete Bahn als Systemversagen gesehen wird“, appellierte Karlsruhes Stadtoberhaupt. Höhere Fördergelder für den Ausbau der Schienen-Infrastruktur des ÖPNV seien sinnvoll, dennoch stiegen mit jedem Kilometer Schiene die Kosten beim Betrieb, gibt Mentrup zu bedenken. Der Gesetzgeber müsse an der ein oder anderen Stelle an der „Geschwindigkeitsschraube“ drehen und Kommunen mehr rechtliche Handhabe zur Umsetzung vor Ort ermöglichen. -has-

 
 

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