Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 16. Juli 2021

Grünere Innenstadt: Satzung zielt auf Klimaanpassung und Freiraumqualität

NATUR IN DER CITY: Egal, ob Dachgärten, Innenhöfe, Fassaden oder Parkplätze – die Innenstadt soll grüner werden. Foto: MMG

NATUR IN DER CITY: Egal, ob Dachgärten, Innenhöfe, Fassaden oder Parkplätze – die Innenstadt soll grüner werden. Foto: MMG

 

Mit der neuen „Grünsatzung“ unternimmt die Stadt einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer Anpassung innerstädtischen Lebens an den Klimawandel. Einstimmig entschied der gemeinderätliche Planungsausschuss in seiner jüngsten Sitzung, dass das dazu nötige Bebauungsplanverfahren durchgeführt werden soll.

Die „Grünsatzung“ betrifft in dieser Phase das Gebiet Innenstadt West und Ost, das als „bioklimatisch sehr hoch belastetes Quartier mit Handlungspriorität“ gilt. Sie ist Leitprojekt innerhalb des IQ-Korridorthemas „Grüne Stadt“.

Mit dieser Entscheidung setze Karlsruhe ein „starkes politisches und planerisches Signal“, äußerte sich Bürgermeister Daniel Fluhrer zum Verfahren und ergänzte, dass „alle Register“ gezogen werden müssten, um die Ziele zur Klimaanpassung zu erreichen.

Zentrale Elemente seien dabei die „Entwicklung und Vermehrung klimawirksamer Grünstrukturen und Freiräume“ sowie die „Schaffung von Freiraumqualitäten im Bereich nicht überbauter Flächen“, erläuterte Susanne Frisch vom Gartenbauamt. Begonnen werde mit Mitteln wie grünen Parkflächen, Innen-, Hinterhof-, Dach- und Fassadenbegrünung, Entsiegelung, Sanierung sowie der Veränderung von Oberflächen, damit diese mehr Sonnenlicht reflektieren.

In einem weiteren Schritt, der planerisch und verfahrenstechnisch etwas aufwendiger ist, sollen sogenannte Grün-Inseln oder Pocket-Parks identifiziert und festgesetzt werden. Dieser Schritt wird noch vorbereitet, während mit dem ersten bereits begonnen werden könne, erklärte Frisch zum Vorgehen.

Große Zustimmung zu den Zielen der Grünsatzung gab es seitens der Fraktionen und des Bürgervereins. Debattiert wurden Themen wie Freiwilligkeit, Wirksamkeit, Anreize, Zeit- und Gebietsplanung. -gem-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe