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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 16. Juli 2021

Jugendkonferenz beleuchtet Wünsche

PARTIZIPATION ausdrücklich erwünscht – als wichtiger Bestandteil der Bürgerbeteiligung. Junge Menschen diskutierten bei der 7. Jugendkonferenz mit der Verwaltung über konkrete Lösungen. Foto: Knopf

PARTIZIPATION ausdrücklich erwünscht – als wichtiger Bestandteil der Bürgerbeteiligung. Junge Menschen diskutierten bei der 7. Jugendkonferenz mit der Verwaltung über konkrete Lösungen. Foto: Knopf

 

Von der Bolzplatzsanierung zum veganen Essen: OB Mentrup: „Das ist Ihre Stadt“

Nach einem Jahr Pause kam kürzlich die siebte Karlsruher Jugendkonferenz zusammen – in der Gartenhalle, unter Corona-Bedingungen. Rund 60 junge Karlsruherinnen und Karlsruher suchten mit Experten aus der Verwaltung nach Lösungen bei ganz konkreten Problemen. Von der Bolzplatzsanierung über barrierefreie Zugänge bis zur Forderung nach einem kostenfreien ÖPNV-Ticket für Jugendliche.

Die Konferenz gilt als wichtiger Bestandteil der Beteiligungskultur der Stadt. In den vergangenen Jahren fanden zahlreiche Anliegen der Jugendlichen über die Einrichtung Gehör in der Kommunalpolitik. „Die Themenvielfalt ist beeindruckend – Diversität, Nachhaltigkeit oder Klimaschutz. Es geht darum, Lösungen zu finden, die auch rechtlich umsetzbar sind“, sagte OB Dr. Frank Mentrup einordnend. Viele Stadträtinnen und Stadträte waren zum Gespräch mit den Jugendlichen gekommen, zudem Führungskräfte unter anderem von Gartenbauamt, Schul- und Sportamt oder vom Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft. Auch Bürgermeister Martin Lenz stieß zu der Diskussionsrunde. „Das ist Ihre Stadt. Äußern Sie ihre Wünsche und Bedürfnisse. Wir brauchen den Dialog mit ganz vielen Gruppen“, betonte die Stadtspitze gegenüber dem engagierten Nachwuchs.

Dieser lieferte im breiten Spektrum beispielsweise folgende Anliegen: Jugendliche aus der Nordstadt wünschten sich Alternativen für ihre Parkour-Halle, die der Sanierung des Quartiers zum Opfer fällt. Dasselbe Problem hatten die Skater mit ihrer Anlage in der Nachbarschaft. Im Kinder- und Jugendhaus Südstadt wurde moniert, dass die Rutsche seit Langem gesperrt ist. Rollstuhlfahrerin Fee berichtete, dass sie die unebene Rampe am Haus nicht nutzen kann. Intersexuelle und Trans-Jugendliche wünschten, dass ein Hallenbad vier Stunden die Woche für sie reserviert wird – als Schutz vor Diskriminierung. Junge Musiker, deren Proberäume im C-Areal bald Geschichte sein werden, forderten Unterstützung ein.

Im Jugendhaus Geroldsäcker wurde der Wunsch nach schnellem Internet laut. An einem anderen Tisch beklagten Jugendliche den Mangel an veganen Alternativen am Schulkiosk. Ob Joachim Frisch (Schul- und Sportamt) im Gespräch über eben etwa veganes Schulessen oder Klaus Weindel (Gartenbauamt) bei Bolzplatz- oder Basketballplatzsanierung: „Wir nehmen ihre Ideen mit und kümmern uns um Lösungen“, war beim Austausch oft zu vernehmen. Meist wurden auch Folgetermine aus-gemacht. Beim Thema fehlender Proberäume, machte sich Lüppo Cramer als Vorsitzender der Gemeinderatsfraktion KAL/Die PARTEI für die jungen Musiker stark. Kim (IG Musiker:innen) erklärte, den Weg über das Kulturamt zu gehen. Positiven Bescheid gab es unter anderem für Fee. Besagte Rampe wird ebenerdig. -voko-

 
 

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