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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 23. Juli 2021

Für ein soziales Europa: Arbeitsuchenden helfen

BERICHT vom Förderjahr: Bürgermeister Martin Lenz. Foto: Ronge

BERICHT vom Förderjahr: Bürgermeister Martin Lenz. Foto: Ronge

 

Arbeitskreis ESF stellt Strategie für 2022 vor

In Karlsruhe gibt es unterschiedliche Maßnahmen, die Arbeitsuchenden helfen, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Einige dieser Hilfsangebote erhalten finanzielle Unterstützung durch ein Förderprogramm der Europäischen Union: den Europäischen Sozialfonds, kurz ESF.

Der Arbeitskreis für ESF und Gesamtkonzept Arbeit der Stadt Karlsruhe hat seine Arbeitsmarktstrategie weiterentwickelt und neue Schwerpunkte gesetzt. Diese hat Bürgermeister Martin Lenz, Vorsitzender des Arbeitskreises, nun gemeinsam mit Peter Dressler, Geschäftsführer des Arbeitskreises, vorgestellt.

Im Fokus der neuen Strategie für das Jahr 2022 stehen (Allein)-Erziehende, Langzeitarbeitslose, junge Menschen, Frauen in prekären Lebenssituationen und zugewanderte Jugendliche. „Die sozialen Herausforderungen werden immer komplexer“, betonte Lenz. „Die Corona-Pandemie hat die Menschen, die der ESF wieder eingliedern will, ganz besonders getroffen.“ Deshalb würden nun viele wichtige Projekte auf den Weg gebracht. Die betroffenen Personen sollen gezielt gefördert und aus ihrer Situation herausgeführt werden. Lenz freute sich, dass Karlsruhe dabei auf umfassende Hilfen unter anderem durch Förderprogramme zurückgreifen kann. „Unser Instrumentenkoffer ist voll.“

Insgesamt laufen aktuell 14 Projekte, vier davon bis ins Jahr 2022 hinein, erklärte Dressler. In der neuen Förderperiode stehen knapp 338.000 Euro aus dem ESF zur Verfügung. Nun sind die Träger aufgerufen, Projekte zur Förderung der genannten Zielgruppen zu entwickeln. Gefragt sind innovative Ideen, die vor allem Zugang zu Personen ermöglichen, die mit vorhandenen Angeboten nicht ausreichend gefördert werden können oder die bislang nicht erreicht werden.

Dressler freute sich, dass trotz der erschwerten Bedingungen durch die Pandemie die betroffenen Menschen weiter Unterstützung erhalten haben. An die Projektträger gerichtet, sagte er: „Sie haben dafür gesorgt, dass die Projekte weitergingen und die Leute die Begleitung hatten, die sie brauchen.“ Auch Hans-Peter Kölmel, Geschäftsführer des Jobcenters Karlsruhe, betonte: „Wir haben eine riesige Zahl an Trägern und Maßnahmenangeboten. Ich hoffe, dass wir es damit 2022 schaffen - nach hoffentlich Ende der Pandemie - die Zahlen zu senken.“
Die regionale ESF-Förderung ist in der neuen Förderperiode dem strategischen politischen Ziel „Ein soziales Europa“ zugeordnet. -gia-

 
 

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