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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 23. Juli 2021

Hochwasser: Dämme ständig im Blick behalten

HÄLT ALLES DICHT?: Martin Bauer, Mike Klima und Mario Petriccione (v. l.) vom städtischen Tiefbauamt kontrollieren mit ihren Kollegen regelmäßig den Zustand der Hochwasserdämme. Foto: Steffler

HÄLT ALLES DICHT?: Martin Bauer, Mike Klima und Mario Petriccione (v. l.) vom städtischen Tiefbauamt kontrollieren mit ihren Kollegen regelmäßig den Zustand der Hochwasserdämme. Foto: Steffler

 

Hochwasser sorgte auch in Karlsruhe für Alarmbereitschaft / Hilfe für Krisengebiete

Von katastrophalen Zuständen wie in der Eifel oder in Südostbayern ist der Raum Karlsruhe während der jüngsten Unwetterereignisse glücklicherweise verschont geblieben. Dennoch sorgten die enormen Regenmengen auch in der Fächerstadt für Alarmbereitschaft, vor allem die Rheindämme hat die Wasserwacht des Tiefbauamts ständig im Blick.

„Rund um die Uhr werden alle drei Stunden die Dämme begangen und der Ablauf des Druckwassers im Hinterland kontrolliert“, verdeutlicht Tiefbauamtsleiter Martin Kissel. Insgesamt 30 Mitarbeiter und sechs Ingenieure der verschiedenen Baubezirke wurden deshalb vom Tiefbauamt schon am 14. Juli in Rufbereitschaft versetzt. Seither finden Kontrollen statt, auch wenn die Hochwasserwelle inzwischen abebbt. „Je länger das Wasser gegen die Dämme drückt, desto größer wird die Gefahr, dass aufgrund von Durchweichung Schwachstellen auftreten“, erläutert Kissel.

Außerdem gilt dem Binnenwassersystem erhöhte Aufmerksamkeit, etwa dem für die Entwässerung der Rheinniederung wichtigen Federbach. Um Wohngebiete vor zu viel Nässe zu schützen, wurden bei der Reinhafenmündung große Pumpen in Betrieb gesetzt, die Wasser vom alten in den neuen Federbach leiten.
Weil für Alb und Pfinz, die ebenfalls in die Zuständigkeit der Wasserwacht fallen, ebenfalls erhöhte Wasserstände prognostiziert wurden, hatte das Tiefbauamt vorsorglich kritische Ablaufpunkte kontrolliert und gereinigt sowie die Flutung des Retentionsraums Weiherwald eingeleitet. „Letzten Endes verlief hier alles glimpflich“, bilanziert Martin Kissel, „aber bei vergleichbaren Regenmengen wie in der Eifel hätten wir auch hier katastrophale Überschwemmungen gehabt“.

Noch lange nicht ausgestanden ist die Situation dagegen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Deshalb hat die Branddirektion Karlsruhe auf Anforderung des Innenministeriums Baden-Württemberg Feuerwehrleute, Fahrzeuge und spezielles Gerät zur Unterstützung in das Krisengebiet entsandt. Dort wird jede Hilfe beispielsweise beim Abpumpen von Wasser oder bei der mobilen Stromerzeugung weiterhin dringend benötigt. Darüber hinaus unterstützen Führungskräfte der Berufsfeuerwehr den Krisenstab des Landes Rheinland-Pfalz bei der Koordination von Einsatzmaßnahmen. -eck-

 
 

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