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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 23. Juli 2021

Kombilösung: Handwerker und Techniker wirbeln

FAHRSCHULE UNTERIRDISCH: Die Fahrer der Stadt- und Straßenbahnen werden im Tunnel auf ihre Aufgabe vorbereitet. Foto: KASIG

FAHRSCHULE UNTERIRDISCH: Die Fahrer der Stadt- und Straßenbahnen werden im Tunnel auf ihre Aufgabe vorbereitet. Foto: KASIG

 

Arbeiten für Inbetriebnahme der Kombilösung biegen trotz Widrigkeiten in Zielgerade ein Die Kombilösung sieht jetzt der für den 12. Dezember vorgesehenen Inbetriebnahme entgegen: Arbeiter, Handwerker und Techniker bereiten die für den Schienen- und den Autoverkehr in den vergangenen zwölf Jahren erstellten Tunnel und die völlig umgebaute Oberfläche der Kriegsstraße auf ihre künftigen Funktionen vor.

Während der kontinuierliche Baufortschritt am Gleis- und Straßenbau in der Kriegsstraße gut erkennbar ist, läuft die Vorbereitung auf den Startschuss im Dezember in den Tunneln im Verborgenen.

Pläne ständig optimieren

Allerdings kämpft die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (KASIG), die Bauherrin der Kombilösung, derzeit auch mit zwei Widrigkeiten. Zunächst mit der externen Nässe der vergangenen Woche, die bewirkte, dass manche Arbeiten an der Oberfläche der Kriegsstraße zeitlich nach hinten verschoben werden mussten. Und zum anderen macht sich laut KASIG auch der in der Baubranche bekannte Materialmangel an der einen oder anderen Stelle bemerkbar, so dass auch hier Arbeiten verschoben werden mussten. Wie die KASIG mitteilt, optimierten sie und ihre Auftragnehmer ständig die Pläne, um Termine bei der Bauausführung zu halten.

Techniker sind vor allem im Stadtbahn- und Straßenbahntunnel unterwegs. Die Verkehrsbetriebe weisen indessen die Fahrer der Stadt- und Straßenbahnen in die Tunnelstrecken ein, gleichzeitig sind Betriebs- und Sicherheitstechnik im ständigen Inbetriebnahmemodus. Handwerker optimieren Installationen zur Sicherstellung eines reibungslosen Fahrgastbetriebs. Auch im Autotunnel in der Kriegsstraße wird Technik installiert, etwa die Tunnelbeleuchtung beim Karlstor, Fluchttüren in Nord- und Südröhre oder rote Türen um in die Mittelwand integrierte Feuerlösch-Hydranten.

Bald endgültiger Zuschnitt

Oberirdisch nimmt derzeit beim Karlstor der Einbau des dortigen Gleisdreiecks seinen Lauf. Und im August verlegen die beauftragten Firmen mitten in der Kreuzung Ettlinger Tor die an dieser Stelle noch fehlenden Gleise. Im Zuge dieser Arbeiten erhält der Verkehrsknoten nach Mitteilung der KASIG dann seinen endgültigen Zuschnitt mit Radwegen, Fußgängerüberwegen und mit Verkehrsinseln.

Die Polizei übt im Tunnel

Auch die Polizei bereitet sich derzeit auf die Inbetriebnahme der Kombilösung vor. Dazu trainiert die Schutzpolizeidirektion des Polizeipräsidiums Karlsruhe noch bis einschließlich Dienstag, 27. Juli, in den Straßenbahntunneln unter Ausschluss der Öffentlichkeit mögliche Einsatzlagen, die im Echtbetrieb auf Polizei und Verkehrsunternehmen zukommen könnten. Die KASIG begrüßt solche Übungsszenarien im Vorfeld des Betriebsstarts, da sie letztlich für ein deutliches „Sicherheitsplus" sorgen.  -red-/-trö-

 
 

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