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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 30. Juli 2021

Gemeinderat: Einhellig für Klimaanpassungsstrategie

TENDENZIELL WÄRMER wird es künftig auch in Karlsruhe. Erste Veränderungen durch den Klimawandel sind schon jetzt spürbar. Foto: UA

TENDENZIELL WÄRMER wird es künftig auch in Karlsruhe. Erste Veränderungen durch den Klimawandel sind schon jetzt spürbar. Foto: UA

 

Maßnahmen im Gepäck: Karlsruhe will Auswirkungen des Klimawandels abmildern

Mit einer Stimme sprach der Karlsruher Gemeinderat am Dienstag bei der Klimaanpassungsstrategie 2021 für Karlsruhe. Alle Fraktionen stimmten der Beschlussvorlage der Verwaltung zu. Damit sind die Weichen gestellt, um auch in den kommenden Jahren die bisherigen Klimaanpassungsmaßnahmen umzusetzen und neue zu beginnen.

„Wir sind bereits auf einem guten Weg“, eröffnete Zoe Mayer (GRÜNE) die Diskussion. Dennoch müsse man bestehende Strategien immerzu überdenken und prüfen, ob sie noch der aktuellen Lage angemessen seien. „Aus aktuellem Anlass sollte gerade beim Thema Warnsystem eine überregionale Absprache unser Ziel sein“, so Mayer. Nun stünden neben der Klimaanpassungsstrategie viele Änderungsanträge zur Abstimmung, deren Ideen die GRÜNE-Fraktion grundsätzlich begrüße. Mayer verwies damit auf schließlich als erledigt betrachtete oder abgelehnte Ergänzungen, die sich etwa mit den Themenfeldern Hitzeplan, Kommunikation beim Katastrophenschutz oder Flächennutzung (alle Anträge FW/FÜR) beschäftigten. Auch die CDU brachte Strategien zum Katastrophenschutz aufs Tablett, betrachtete den Antrag dann aber als erledigt. „Die Klimaanpassungsstrategie ist genauso wichtig wie das Klimaschutzkonzept“, betonte CDU-Stadtrat Sven Maier. „Wir wünschen uns ja alle, das Klima stabilisieren zu können.“ Die CDU stimme der Beschlussvorlage daher vorbehaltlos zu. Dies bekräftigte auch Anton Huber für die SPD-Fraktion und zitierte einen Medienbericht (Süddeutsche), nach dem die heißen Tage seit 1951 um 196 Prozent zugenommen hätten. Für die FDP-Fraktion machte sich Tom Hoyem deshalb dafür stark, dass global alle verfügbaren Technologien genutzt und weiterentwickelt würden, um dem Klimawandel entgegen zu treten. „Auch wir stimmen dem Konzept zu“, schloss sich Lüppo Cramer (KAL/DIE PARTEI) seinen Vorrednern an. Wichtig sei ihm, dass die Bevölkerung regelmäßig von der Stadt Karlsruhe informiert werde. Wie Bürgermeisterin Bettina Lisbach dazu ausführte, wolle die Stadt eine bereits bestehende Regelmäßigkeit beibehalten. „Wir lehnen viele Klimaschutzmaßnahmen ab, weil wir sie für ineffektiv halten, aber tragen die Klimaanpassungsstrategie mit“, so AfD-Stadtrat Dr. Paul Schmidt. Dem Klimawandel so gut wie möglich entgegen wirken wollten auch Karin Binder (DIE LINKE) sowie Friedemann Kalmbach (FW/FÜR) und äußerten sich daher positiv zur Beschlussvorlage.

LOKALE ANPASSUNGEN
Das Ziel der Klimaanpassungsstrategie 2021 für Karlsruhe ist, die bereits heute spürbaren und auch mit ambitioniertem Klimaschutz nicht vermeidbaren Auswirkungen des globalen Klimawandels durch lokale Anpassung abzumildern. So soll das Stadtklima verbessert werden. Bereits 2013 hatte Karlsruhe eine Strategie veröffentlicht und war damit eine der ersten Städte in Deutschland, die das Thema Anpassung an den Klimawandel mit eigenem Konzept anging. Nun liegen Fortschreibung sowie Monitoring-Bericht vor. Hierin veranschaulichen unterschiedliche Indikatoren die Klimaentwicklung, die Folgen des Klimawandels und die Anpassung an den Wandel für Karlsruhe. Insgesamt verfolgt die Stadt 85 Maßnahmen. Diese sind in 16 Handlungsfeldern zusammengefasst - zum Beispiel die Vorsorge vor Hitze, Starkregen und Hochwasserschutz oder der Umgang mit Trockenheit. -bea-

 
 

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