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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 30. Juli 2021

Gemeinderat: Fokus auf den Städtebau

MÖGLICHE AUSFORMUNG: Im ersten Gestaltungs-Workshop zur Modernisierung und Verlängerung der Turmbergbahn wurde diese neue Visualisierung der Trasse vorgestellt. Foto: pr/ Garaventa/ Forum 4

MÖGLICHE AUSFORMUNG: Im ersten Gestaltungs-Workshop zur Modernisierung und Verlängerung der Turmbergbahn wurde diese neue Visualisierung der Trasse vorgestellt. Foto: pr/ Garaventa/ Forum 4

 

Verlängerung Turmbergbahn/ VBK-Gestaltungsworkshop

Bei OB Dr. Frank Mentrup war der Unmut spürbar. „Ich habe den Eindruck, dass man immer neue Gründe findet, um dieses Projekt in Zweifel zu ziehen, weil man an den deutlichen Mehrheitsverhältnissen nicht vorbeikommt“, kommentierte das Stadtoberhaupt am Dienstag die neuerliche Diskussion im Gemeinderat um Modernisierung und Verlängerung der Turmbergbahn.

Anlass waren interfraktionelle Anträge von KAL / Die PARTEI und FW | FÜR. Diese hatten vorgeschlagen, die Trasse in ihrer jetzigen Form zu erhalten und die Talstation mit autonom fahrenden elektrischen Kleinbussen anzubinden. Aus der Stellungnahme der Verwaltung ging jedoch hervor, dass dieses Ansinnen keine Aussichten auf Realisierung habe. Lediglich der Wunsch, städtebauliche Aspekte zunächst noch einmal im Planungsausschuss sowie im Ortschaftsrat Durlach und abschließend im Gemeinderat zu diskutieren, wird den Antragstellern gewährt. Allerdings könne dies erst erfolgen, wenn alle für das Planfeststellungsverfahren erforderlichen Unterlagen zusammengestellt sein, betonte der OB.

Lüppo Cramer (Fraktionschef von KAL/Die PARTEI) hatte die Beratung im Planungsausschuss gefordert, weil dieser „die Aufgabe hat, Bauvorhaben auf städtebauliche Qualität zu prüfen“. Bei einem so bedeutenden Projekt müsse ein ganzheitlicher Ansatz aus Städtebau, Ökologie und Bürgerinteressen berücksichtigt werden. Was das Thema autonom fahrende Kleinbusse angehe, „erledigt das die Realität“, brachte LINKE-Stadtrat Lukas Bimmerle die einhellige Meinung des Gremiums auf den Punkt. Die Technik sei einfach noch nicht weit genug, um hier eingesetzt werden zu können. Zudem müssten die Fahrgäste bei der Kleinbus-Lösung zweimal umsteigen, was dem Ziel, „eine maximal mögliche Barrierefreiheit herzustellen“, entgegenstehe, sagte Verna Anlauf (GRÜNE). 

In die Beratungen des Ortschaftsrats Durlach und des Karlsruher Gemeinderates werden außerdem die Ergebnisse der Gestaltungsworkshops einfließen, welche die Verkehrsbetriebe für Vertreterinnen und Vertreter aus der Bürgerschaft veranstalten. Die erste von drei Arbeitstagungen hatte in der vergangenen Woche ihren Schwerpunkt auf der Ausgestaltung der neuen Talstation am Fuße der Bergbahnstraße sowie der geplanten Unterführung für Radfahrer und Fußgänger am Knotenpunkt Posseltstraße/ Turmbergstraße/Bergbahnstraße.

Zudem wurde über den Sicherheitszaun entlang der Bahntrasse diskutiert. „Wir haben wertvolle Ideen und Impulse für die weitere Ausgestaltung erhalten, die wir nun mit den Fachplanen und zuständigen Behörden auf Umsetzbarkeit prüfen werden“, bilanzierte VBK-Projektleiter Christian Höglmeier. -eck-/-red-

 
 

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