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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 30. Juli 2021

Gemeinderat: Keine Freifahrten

BAHNFAHREN bleibt kostenpflichtig. Foto: Müller-Gmelin

BAHNFAHREN bleibt kostenpflichtig. Foto: Müller-Gmelin

 

Karlsruher Passinhaber bezahlen weiter für den ÖPNV

Kostenloses Fahren im ÖPNV ist erstmal vom Tisch. Der Gemeinderat hat beschlossen, dass an der bisherigen Regelung für Kinder und Jugendliche, die im Besitz eines Karlsruher Kinderpasses oder Karlsruher Passes sind, festgehalten werden soll.

Somit wird auf den kostenfreien ÖPNV für Passinhaberinnen und Inhaber von sechs bis 25 Jahren verzichtet. Mit 27 Ja-, zwölf Nein-Stimmen und einer Enthaltung zur Beschlussvorlage der Verwaltung zeigte sich der Gemeinderat allerdings gespalten, was die Thematik anbelangt. Auf Initiative der Grünen sollen weitere Beratungen folgen.

Bürgermeister Dr. Martin Lenz erklärte: „Wir würden uns, was das Finanzielle anbelangt, übernehmen.“ Der städtische Haushalt wäre mit dieser Maßnahme vor eine sehr große Herausforderung gestellt worden. Lenz betonte zudem: „Das in sich stimmige Konzept der Karlsruher Pässe würde aufgelöst.“ Insgesamt, so der Bürgermeister, wären Kosten und Aufwand sehr hoch.

Jorinda Fahringer (GRÜNE) bemängelte: „Soziale Teilhabe darf nicht an mobiler Teilhabe scheitern.“ Bettina Meier-Augenstein von der CDU-Fraktion sagte: „Wir wollen nochmal separat über Mobilität von Kindern und Jugendlichen sprechen.“ Auch Parsa Marvi von der SPD-Fraktion sprach sich für „Mobilität unabhängig vom Geldbeutel“ aus. Lukas Bimmerle (DIE LINKE) und Lüppo Cramer (KAL/ Die PARTEI) äußerten ihren Unmut, ob der nun erfolgten Absage.

Anders sah es Friedemann Kalmbach (FW/FÜR). „Ich möchte warnen, das System, das wir aufgebaut haben, anzutasten und daran herumzuschrauben.“ Tom Hoyem (FDP) lobte den Mut für das Zurückrudern einiger Fraktionen bei der Entscheidung gegen den kostenfreien ÖPNV. Oliver Schnell (AfD) sprach davon, dass einige nun aufwachen würden. OB Dr. Frank Mentrup gab zu bedenken: „Wir hatten keine Gelegenheit ausreichend über das Thema zu diskutieren.“ Das soll nun geschehen. -gia-

 
 

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