Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 30. Juli 2021

Mobilität: Baustelle liegt gut im Zeitplan

HEISSE PHASE: Über den aktuellen Stand der Bauarbeiten bei der Modernisierung des Edeltrudtunnels informierten Bürgermeister Fluhrer, Tiefbauamtsleiter Kissel und Bereichsleiter Pfister (von rechts). Foto: Steffler

HEISSE PHASE: Über den aktuellen Stand der Bauarbeiten bei der Modernisierung des Edeltrudtunnels informierten Bürgermeister Fluhrer, Tiefbauamtsleiter Kissel und Bereichsleiter Pfister (von rechts). Foto: Steffler

 

“Heiße Phase” bei der Modernisierung des Edeltrudtunnels / Bewährtes Verkehrskonzept

Es riecht noch Lösungsmitteln, Baufahrzeuge eilen hin und her, während weiter hinten ein Gasbrenner faucht - kein Zweifel, im Edeltrudtunnel läuft derzeit die „heiße Phase“.

Dass Bürgermeister Daniel Fluhrer, Tiefbauamtsleiter Martin Kissel und die Mitarbeiter der Projektleitung bei ihrem Ortstermin in dieser Woche einige Schweißperlen auf der Stirn hatten, lag aber an den sommerlichen Temperaturen und weniger am Baugeschehen. Denn „es geht gut voran, wir sind froh, dass wir nicht im Verzug sind“, bilanzierte ein sichtlich entspannter Baudezernent, der allen Beteiligten ein Sonderlob ausstellte: „Wir können stolz darauf sein, wie das Tiefbauamt diese Großbaustellen meistert“.

Wie Tobias Pfister, Bereichsleiter für Straßenwesen, erläuterte, stünden die Chancen gut, dass bis Mitte oder Ende September die Bauwerkssanierung und die Fahrbahnarbeiten abgeschlossen werden. Dann stehen wieder beide Tunnelröhren dem Verkehr zur Verfügung. Momentan fließt der Verkehr ausschließlich durch die Nordröhre, bevor diese dann Mitte August dicht gemacht und der Verkehr auf der Südseite durchgeschleust wird. Die jeweils freigeräumte Fahrbahn erhält während der Sperrung unter anderem einen neuen Fahrbahnbelag und eine erneuerte Grundwasserwanne.

Während diese Arbeiten für die Verkehrsteilnehmer auf der Südtangente deutlich sichtbar sind, läuft bei dem 40-Millionen-Projekt vieles eher im Verborgenen. „Wir müssen rund 220 Kilometer Energie- und Versorgungskabel verlegen“, erläutert Pfister. Damit wird unter anderem die neue Verkehrstechnik an das erweiterte Betriebsgebäude angeschlossen, so dass Schranken, Lichtsignalanlagen und Wechselverkehrszeichen angesteuert werden können. Diese Feinarbeiten werden voraussichtlich noch etwa ein Jahr in Anspruch nehmen. Sorgen bereiten  Bauleiter Maximilian Zendt von der Firma Leonhard Weiss aber noch immer Lieferengpässe beim Baumaterial, „es ist vieles nicht mehr so leicht erhältlich wie vor einem Jahr.

Für die Autofahrer dürfte nach den Ferien das Schlimmste schon ausgestanden sein. Trotz gelegentlicher Staus vor dem Tunnel hält Tiefbauamtsleiter Kissel das aufwändige Verkehrskonzept für gelungen, denn „wir hatten bis jetzt keinen nennenswerten Schleichverkehr durch Wohngebiete beobachtet“. Obwohl eigentlich keine Vollsperrungen geplant waren, muss vermutlich am ersten Septemberwochenende die Straße doch abgeriegelt werden, um den beim Schwarzwaldkreuz vermuteten Blindgänger zu beseitigen. „Wie lange das dauert, wissen wir noch nicht“, sagte Kissel. -eck-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe