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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 30. Juli 2021

Soziale Stadt: Eröffnungsfeier „Rathaus an der Alb“

MODERNES AMBIENTE: Bürgermeister Martin Lenz und SJB-Chefin Karina Langeneckert vor dem „Rathaus an der Alb“, das seit Juni als zentrale Anlaufstelle für Sozialleistungen aller Art fungiert. Foto: Steffler

MODERNES AMBIENTE: Bürgermeister Martin Lenz und SJB-Chefin Karina Langeneckert vor dem „Rathaus an der Alb“, das seit Juni als zentrale Anlaufstelle für Sozialleistungen aller Art fungiert. Foto: Steffler

 

Einladende Empfangstheke hilft bei der Orientierung

Das Herz der sozialen Stadt schlägt nun im Südwesten Karlsruhes. Insgesamt 320 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sozial- und Jugendbehörde (SJB) steuern bei ihrem morgendlichen Weg zum Büro nicht länger die Kaiserallee 4, sondern die Ernst-Frey-Straße 10 an.

Die große Umzugsparty fiel pandemiebedingt aus, dafür gab es zur offiziellen Eröffnung eine bescheidene, für die Beschäftigten der Außenstellen per Livestream übertragene Feier mit wenigen geladenen Gästen. Hier das altehrwürdige, aber sanierungsbedürftige Rathaus West mit seinem Altbaucharme, dort das moderne, lichte und großzügig geschnittene „Rathaus an der Alb“ mit Teeküchen und Fahrradkeller - der filmische Schwenk durch beide Wirkungsstätten machte den Unterschied deutlich. Das Rathaus West hat „uns viel bedeutet“ zählte sich auch Bürgermeister Martin Lenz zum Kreis derer, die wehmütig vom seit 1954 städtisch genutzten, 1978 letztmals generalüberholten Repräsentationsbau Abschied nahmen. Gleichwohl gehe mit dem „hervorragenden Arbeitsumfeld“ im neuen Domizil letztlich „ein Traum in Erfüllung“, der im Jahre 2017 angestoßene Organisationsentwicklungsprozess mit Neugliederungen von Abteilungen und Stabstellen habe „den Raum, den er verdient“.

Die SJB bündelt einen Großteil ihrer Dienstleistungen an der Alb. Unter einem Dach vereint sind dort der aus dem bisherigen Sozialamt hervorgegangene Fachbereich Soziales und Teilhabe sowie die Kindertagesbetreuung, das Kinderbüro sowie die Direktion. 80 Kolleginnen und Kollegen sind in der nahegelegenen Südendstraße als zweitem zentralen Standort unterbracht, weitere arbeiten in zahlreichen dezentralen Einrichtungen. Vorbei sind die Zeiten der Enge, als - wie es Personalratsvorsitzende Martina Schott anschaulich schilderte - Kaffeetassen in den Waschbecken der Toilettenräume gespült oder heiße Sommermonate ohne Klimaanlage und Verschattung durchgestanden werden mussten. Die Erleichterung sei allerorten spürbar. Auch SJB-Chefin Karina Langeneckert sprach von einem „Kulturwandel“. Die Behörde werde „anders“, vor allem aber „positiver wahrgenommen“, Dienstleistungen würden zielorientiert weiterentwickelt. Wer das Gebäude betritt, landet zunächst an der einladenden Empfangstheke mit erweiterten Öffnungszeiten. Kleinere Anliegen können beim Erstkontakt im besten Falle schnell und direkt geklärt werden, für größere werden Ratsuchende auch mithilfe eines digitalen Leitsystems an die zuständigen Sachbearbeiter „vermittelt“. -maf-

 
 

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