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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 30. Juli 2021

Teilhabe: Stadtmodell zum Ertasten

STADTMODELL BEGREIFEN: Rotarier Gonska, OB Mentrup, Künstler Broerken, Amtsleiterin Orth, Rotarier Weinschenk (v. l.). Foto: Bastian

STADTMODELL BEGREIFEN: Rotarier Gonska, OB Mentrup, Künstler Broerken, Amtsleiterin Orth, Rotarier Weinschenk (v. l.). Foto: Bastian

 

Bitte berühren: Das neue Stadtmodell ist zum Anschauen und vor allem zum Anfassen. Die dreidimensionale Bronzeskulptur am Schlossplatz wurde nun von Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup, den Initiatoren und Künstler Egbert Broerken enthüllt. Sehbehinderte und blinde Menschen können den 3D-Stadtplan ertasten und sich so ein neues Bild von Karlsruhe machen.

Das Modell entstand in Kooperation der Stadt mit dem Land Baden-Württemberg und dem Rotary Club Karlsruhe. Sechs Jahre hat die Entstehung gedauert. Jetzt wurde das Stadtmodell im Schlossgarten aufgestellt. „Was lange währt, wird endlich gut“, sagte Mentrup bei der Enthüllung. Es habe sich „für alle gelohnt, abzuwarten.“  Mit dem behindertengerechten Tastmodell sei „Teilhabe auf Augenhöhe“ möglich, unterstrich Dr. Stefan Weinschenk vom Rotary Club Karlsruhe-Baden. Ursula Orth, Amtsleiterin des Landesbetriebs Vermögen und Bau Baden-Württemberg, betonte: „Es gilt, Barrieren im Kunstwerk zu erkennen und abzubauen.“ Nachts wird das Modell, das Orth auch als Hingucker bezeichnete, beleuchtet. Die Bronze hat etwa 30.000 Euro gekostet und wurde zu einem Großteil aus dem Nachlass der Karlsruher Bürgerin Franziska Grohe finanziert.

An der Eröffnungsfeier nahm auch Beate von Malottki teil. Sie ist stellvertretende Vorsitzende des Beirats für Menschen mit Behinderungen und blind. Sie konnten das neue Stadtmodell direkt haptisch begreifen und so einen neuen Eindruck vom Schloss und dem sich anschließenden Fächer gewinnen. -gia-

 
 

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