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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 27. August 2021

Städtepartnerschaft: Oberbürgermeister Mathieu Klein aus Nancy kam zum Antrittsbesuch nach Karlsruhe

ANTRITTSBESUCH: OB Mentrup begrüßte seinen Amtskollegen Mathieu Klein und die Beigeordneten aus der Partnerstadt Nancy. Foto: Enderle

ANTRITTSBESUCH: OB Mentrup begrüßte seinen Amtskollegen Mathieu Klein und die Beigeordneten aus der Partnerstadt Nancy. Foto: Enderle

SCHWERPUNKTTHEMA KULTUR: In der städtischen Galerie besuchten die beiden Oberbürgermeister mit Kulturdezernent Dr. Albert Käuflein die Ausstellung „Verborgene Spuren“. Foto: Enderle

SCHWERPUNKTTHEMA KULTUR: In der städtischen Galerie besuchten die beiden Oberbürgermeister mit Kulturdezernent Dr. Albert Käuflein die Ausstellung „Verborgene Spuren“. Foto: Enderle

 

Kennenlernen der Stadtoberhäupter / Beidseits Wunsch nach Intensivierung der partnerschaftlichen Kontakte bekräftigt

„Es kann wieder losgehen“, zeigte sich Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup erfreut, als er in der vergangenen Woche seinen Amtskollegen Mathieu Klein aus der lothringischen Partnerstadt Nancy zu Gast in Karlsruhe hatte. Mehr als ein Jahr nach Kleins Wahl an die Rathausspitze im Juli 2020 kam nun das erste persönliche Treffen der beiden Stadtoberhäupter zustande, zuvor konnten sie sich nur per Video austauschen.

Da „wir eine sehr lange Tradition mit Karlsruhe haben“, so OB Klein, führte ihn sein erster Besuch einer Partnerstadt nach Deutschland. Doch nicht nur für die beiden Oberbürgermeister war dies eine Premiere, sondern auch für die neue Stadtspitze aus Nancy. Nach den Wahlen vom vergangenen Jahr, die erstmals seit Ende des Zweiten Weltkriegs eine linke Mehrheit hervorgebracht hatten, wurde nahezu die komplette Bürgermeisterbank ausgetauscht.

Somit waren die mitgereiste Erste Beigeordnete Isabelle Lucas sowie die Bürgermeister Charlotte Marrel (Mobilität), Bertrand Masson (Kultur) und Antoine Le Solleuz (Internationales) ebenfalls erstmals in offizieller Funktion in der Partnerstadt. Bei den Gesprächen ging es zunächst darum, „die Anknüpfungspunkte aus der Vergangenheit zu finden“, erklärte OB Mentrup. An Themen mangelte es aber keineswegs. Angefangen vom Klimaschutz reichte die Bandbreite über zivilgesellschaftliches Engagement, Menschenrechte, die Integration von Geflüchteten und die Jugendarbeit bis hin zum Kampf gegen Lebensmittelverschwendung.

Eine ebenso große Rolle bei dem Besuch spielte die Kultur, was durch einen gemeinsamen Besuch der Ausstellung „Verborgene Spuren“ in der Städtischen Galerie dokumentiert wurde. Die „sehr lange Tradition des kulturellen Austauschs“, führte Mentrup aus, soll nun fortgesetzt werden, beispielsweise durch Kontakte der Museen.

Ebenso wie sein Gastgeber setzt Mathieu Klein große Hoffnungen auf eine Intensivierung der bürgerschaftlichen Kontakte. „Das ist nicht nur eine Partnerschaft der Oberbürgermeister“, betonte der 45-jährige Sozialist, „sondern auch sehr wichtig für die Bürger“. Beginnen wolle er bei der Jugend, etwa mit den Vorbereitungen für die trilaterale Veranstaltung „YouConf“ gemeinsam mit dem südrussischen Krasnodar.

Des Weiteren sollen die gemeinsamen Veranstaltungen der jeweiligen Gemeinderäte 2022 nach zweijähriger Corona-Pause wiederbelebt werden. Für den zurzeit laufenden Austausch von Praktikanten zwischen den beiden Stadtverwaltungen fuhr OB Mentrup in dieser Woche zum Gegenbesuch nach Frankreich, ehe es im November mit einer Teilnahme an den deutsch-französischen Gesprächen der Metropolregion Grand Nancy weitergeht.

„Für unsere Delegation war es ein toller Tag“, resümierte Klein. Dazu hatte auch das Rahmenprogramm beigetragen, das eine Besichtigung der Kombilösung ebenso umfasste wie einen Rundgang durch den Alten Schlachthof, eine Stadtführung und einen Besuch des Badischen Landesmuseums. -eck-

 
 

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