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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 24. September 2021

Bundesverfassungsgericht: 70-Jahr-Feier in Residenz des Rechts

ERÖFFNETEN die Installation am Marktplatz: (v. l.) Bundesverfassungsgerichts-Präsident Harbarth, Vize-Präsidentin König und Oberbürgermeister Mentrup. Alle würdigten den Bezug von Instanz und Stadt. Foto: Knopf

ERÖFFNETEN die Installation am Marktplatz: (v. l.) Bundesverfassungsgerichts-Präsident Harbarth, Vize-Präsidentin König und Oberbürgermeister Mentrup. Alle würdigten den Bezug von Instanz und Stadt. Foto: Knopf

 

Mit Event Cube auf dem Marktplatz zeigt sich Bundesverfassungsgericht transparent

Es sind mittlerweile längst Synonyme: Karlsruhe und die „Residenz des Rechts“. Aktuell feiert das Bundesverfassungsgericht seinen 70. Geburtstag. Und da in Zeiten der Pandemie ein Bürgerfest weniger angebracht ist, kommt das höchste Gericht der Republik zu den Menschen vor Ort. Am Markt-platz installierte das Bundesverfassungsgericht einen „Event Cube“.

Dort können Bürger unter anderem die berühmten „roten Roben“ der Richter begutachten und virtuell einen Blick hinter die Kulissen und die Arbeit des höchsten unabhängigen Verfassungsorgans der Justiz werfen. In seiner Begrüßung erinnerte dessen Präsident, Prof. Stephan Harbarth, an die Eröffnung 1951 in Anwesenheit von Bundespräsident Theodor Heuss und Bundeskanzler Konrad Adenauer. „Es ist mir eine große Freude, diese Installation zu eröffnen. Sie dokumentiert anhand von Video-Statements, wie eng Karlsruhe mit dem Gericht verbunden ist.“

Man sei ganz bewusst „mitten ins Herz“ der Stadt gekommen, um Transparenz und Bürgernähe zu dokumentieren. „Jeder in Deutschland kennt den ‚Gang nach Karlsruhe‘. Das Bundesverfassungsgericht steht für Demokratie, sozialen Rechtstaat und eine unabhängige Justiz“, schloss Harbarth. OB Dr. Frank Mentrup nannte den gewählten Ort eine „grandiose Entscheidung“ – unweit des Schlosses mit seinem einst absolutistischen Herrschaftsanspruch und dem Rondellplatz mit seinem Obelisken als Dank für die liberale Verfassung im Jahr 1818. „Dies ist ein symbolischer Ort, der die Zugehörigkeit des Gerichts mit seiner Stadt veranschaulicht“, so Mentrup.

Auch das „Forum Recht“, das für Dialog und Austausch mit der Bürgerschaft steht, nannte das Stadtoberhaupt. Mehr Info über den gläsernen Pavillon und seine Inhalte, der noch bis zum 3. Oktober steht, gab Prof. Doris König, Vizepräsidentin des Bundesverfassungsgerichts. Die Entstehung und Arbeit des Gerichts solle auch virtuell auf Youtube oder Instagram erfahrbar sein. „Was macht das Bundesverfassungsgericht eigentlich? Hier gibt es Antworten“, so die Richterin. Auch „Hass im Netz“ sei ein Thema, mit dem man sich beschäftige, fügte sie hinzu. -voko-

 
 

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