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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 24. September 2021

„Karlsruhe kickt fair“ mit fairen Bällen

Foto: Knopf

Foto: Knopf

 

Sportliche Fairness beginnt idealerweise nicht erst im Spiel oder Training, sondern in der Produktion der Geräte. Zum Start der „Fairen Wochen“ in Karlsruhe übergab Bürgermeisterin Bettina Lisbach 16 fair gehandelte Bälle für diverse Sportarten an das Otto-Hahn-Gymnasium (OHG). Fußbälle, Handbälle und Volleybälle durfte die Schülerschar auch gleich ausprobieren. U19-Akteure des KSC, die an der zertifizierten Eliteschule für Fußball/Sport ihr Abitur machen, zeigten gleich einige Kabinettstückchen mit den Bällen, die das Label „Karlsruhe kickt fair“ tragen.

Bis Ende Oktober gehen die „Fairen Wochen“. Gesundheitsdezernentin Lisbach machte deutlich: „Themen wie globale Verantwortung sind mir wichtig. Es geht um menschenwürdige Arbeitsbedingungen und Stärkung der Menschenrechte.“ Der Anspruch Fairer Handel beschränke sich nicht auf Bananen, Schokolade oder Kaffee, sondern umfasse etwa auch die Sportindustrie. Deren Arbeitsbedingungen seien oft menschen-unwürdig. „Weniger als ein Prozent der weltweit produzierten Sportartikel sind fair gehandelt“, betonte Lisbach. Daher habe man das Kooperationsprojekt mit dem Weltladen am Kronenplatz mit fair gehandelten Bällen ins Leben gerufen.

Viele der handgefertigten Bälle stammen aus Pakistan, wo 40.000 Menschen in der Fußballindustrie tätig seien. „Ein Ball benötigt 670 Stiche, das dauert in der Regel 90 Minuten – so lange wie ein Fußballspiel“, sagte Marc Nagel, OHG-Abteilungsleiter Sport. „Mit der Aktion möchten wir ein Zeichen setzen – faire Bälle für Schulen, Kitas und Vereine. Man erkennt sie am Fairtrade-Siegel. Sie sind in Weltläden und gut sortierten Fachhändlern erhältlich“, sagte Lisbach. Angetan war auch OHG-Rektor Dr. Andreas Ramin. „Das ist eine ganz tolle Aktion. Hier wird dafür sensibilisiert, dass man nicht Dinge unter-stützt, die aus Kinderarbeit stammen.“ Auch die Nachwuchskicker des KSC (unser Bild zeigt zwei Talente mit Ramin und Lisbach) hatten ihren Spaß. Möglich, dass sie in die Fußstapfen früherer KSC-Profis treten, die einst am OHG ihren Abschluss erarbeiteten und den Start in die Karriere. So wie Lars Stindl (Borussia Mönchengladbach). Dann mit einem fair gehandelten Ball am Fuß. -voko

 
 

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