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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 24. September 2021

Medienkunst wird öffentlich

ERWEITERTE REALITÄT bietet nicht nur dieses Werk. Foto: Elias Siebert

ERWEITERTE REALITÄT bietet nicht nur dieses Werk. Foto: Elias Siebert

ZUM AUFTAKT des Medienkunstfestivals präsentierten sich Künstlerinnen und Künstler mit ihren Werken neben BM Käuflein, Dr. Susanne Asche und Dominika Szope (alle hinten rechts). Foto: Enderle

ZUM AUFTAKT des Medienkunstfestivals präsentierten sich Künstlerinnen und Künstler mit ihren Werken neben BM Käuflein, Dr. Susanne Asche und Dominika Szope (alle hinten rechts). Foto: Enderle

 

Seasons of Media Arts noch bis 17. Oktober sichtbar

Wie wollen wir in Zukunft leben? Mit dieser Fragestellung und einer neuen Ausgabe ist das urbane Festival für Medienkunst, Seasons of Media Arts, in den Karlsruher Kultursommer 2021 gestartet. Noch bis 17. Oktober sind Video-, Sound- und Lichtinstallationen, Projektionen an Fassaden und Straßen, künstlerische Interventionen und interaktive Projekte insbesondere von lokalen Medienkünstlerinnen und -künstlern im öffentlichen Raum zu sehen.

„So kommen auch Menschen mit Kunst in Kontakt, die sonst keine Berührungspunkte hätten“, betonte Bürgermeister Dr. Albert Käuflein. Dies mache das Festival einmalig. Der Kulturdezernent nutzte die Auftakt-Pressekonferenz am vergangenen Freitag auch als symbolische Stab-Übergabe der Kulturamtsleitung von Dr. Susanne Asche zu Dominika Szope (ab 1. Oktober), die bislang die Abteilung Kommunikation und Marketing am ZKM | Zentrum für Kunst und Medien in Karlsruhe führte und entsprechend auch schon in der Szene vernetzt ist.

Unter dem Motto Connected Future lotet das diesjährige Festival die Grenzen und Möglichkeiten zwischen virtuellem und analogem Raum aus, zwischen der scheinbaren Distanz digitaler Technologien und dem Bedürfnis nach physischer Nähe, sozialer Interaktion. Die an der Schnittstelle von Kunst und Technologie arbeitenden Künstler erproben mit ihren häufig softwarebasierten Arbeiten, wie heute durch Vernetzung und Austausch Zukunft gestaltet werden kann. In Kooperation von Kulturamt und ZKM erhalten sie die Möglichkeit, ihre Werke an verschiedenen Standorten zu präsentieren.

So bespielen die Seasons of Media Arts etwa den Werderplatz, die Südliche Waldstraße, den Stephanplatz oder den Nymphengarten. Daneben wird es Medienkunstwerke in Schaufenstern und Foyers, am Badischen Staatstheater, in der Kinemathek Karlsruhe, im Tollhaus, im ZKM und am Regierungspräsidium am Rondellplatz zu entdecken geben. Alle Werke lassen sich mit der browserbasierten App UrbanExplorAR über zwei unterschiedliche Nutzungs-Modi ansteuern: Mithilfe der Standortfreigabe und Augmented Reality können die Werke in ihrer realen Umgebung erkundet werden, zudem offeriert die App zusätzliche Infos zu Werken und Künstlern. Das ZKM bietet zweimal pro Woche kostenlose Fahrradführungen an. Mehr Informationen gibt es auf zkm.de/fuehrungen-workshops. -red-/-bea-

Ein Blick in das Programm

Neben Arbeiten wie ACCESS von Marie Sester, Saving Water von PONG.Li Studios und The Silent Chaos of Colorsvon Eva Judkins und Holger Förterer, die voriges Jahr pandemiebedingt nicht gezeigt werden konnten, umfasst die diesjährige Ausstellung verschiedene Werke, die durch das UNESCO-Projektförderprogramm für Medienkunst der Stadt Karlsruhe unterstützt wurden.

Gezeigt werden auch zwei Werke aus der vom Media Arts Cluster des UNESCO Creative Cities Netzwerks ins Leben gerufenen internationalen Initiative City to City, die Arbeit Klangkanal von ZKM-Vorstand Prof. Peter Weibel, ein vom Badischen Staatstheater produzierter literarischer Dialog mit den Kunstwerken sowie neuen Werken der Karlsruher Künstler Sarah Degenhardt, Sarai Rose Duke, Rainer Kehres, Jia Liu, Didi Müller, Andreas Siefert, Gerardo Nolasco-Rózsás und Dan Wilcox. -red-

 
 

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