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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 24. September 2021

Ökumenischer Rat der Kirchen kommt 2022 zu Vollversammlung nach Karlsruhe: Treffen mit Strahlkraft weltweit

MITTELPUNKT: Der Festplatz wird im kommenden Spätsommer zum zentralen Veranstaltungsort der ÖRK-Vollversammlung. Foto: MMG

MITTELPUNKT: Der Festplatz wird im kommenden Spätsommer zum zentralen Veranstaltungsort der ÖRK-Vollversammlung. Foto: MMG

 

Drei Szenarien geplant / Zentrum Festplatz / Zahlreiche Begegnungen mit Bürgerschaft

Karlsruhe wird vom 31. August bis zum 8. September 2022 Schauplatz der 11. Vollversammlung des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK). Damit das Treffen mit weltweiter Ausstrahlung, das Corona-bedingt von 2021 auf 2022 verschoben werden musste, auf alle Fälle stattfinden kann, haben die Veranstalter gleich drei Szenarien entwickelt.

Der ÖRK ist ein weltweiter Zusammenschluss von etwa 350 Kirchen, zentrales Organ der ökumenischen Bewegung und vertritt etwa 500 Millionen Christinnen und Christen auf allen Kontinenten. Karlsruhe wird als erste deutsche Stadt überhaupt Gastgeberin eines der wichtigsten Treffen von kirchlichen Delegierten sowie Würdenträgerinnen und Würdenträgern weltweit, das nur alle acht Jahre stattfindet Veranstalter ist der ÖRK, in Karlsruhe vertreten durch das lokale Koordinierungsbüro, angesiedelt bei der Evangelischen Landekirche in Baden.

Karlsruhe werde sich in den Tagen der Vollversammlung „als interkulturelle und interkonfessionelle Stadt präsentieren und dies in die ganze Welt hinausstrahlen“, betonte der Leiter der Koordinierungsstelle, Dr. Marc Witzenbacher, am Dienstag, als er vor dem gemeinderätlichen Hauptausschuss über den Stand der Vorbereitungen informierte. Witzenbacher unterstrich dabei auch die „konstruktive und reibungslose“ Zusammenarbeit in Sachen Organisation des Großereignisses, zu dem an die 300 Medienvertreter erwartet werden, mit der Stadt, vor allem mit der koordinierenden Karlsruhe Marketing und Event GmbH (KME).

Grundsätzlich planen die Veranstalter drei Szenarien, um gegen Unwägbarkeiten bei der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie auf alle Fälle gerüstet zu sein. Das erste sieht Vollpräsenz mit 4.500 Delegierten vor, das mittlere eine Präsenz von 3.000, das minimale eine von 1.900. Unabhängig von der Zahl der Vertreter der Weltkirchen soll die Vollversammlung Witzenbacher zufolge auch „in die gesamte Stadt hinein strahlen“. Dafür sorgen soll vor allem das Programm, das die Bürgerschaft mit seinen Themen zu Einheit in der Gesellschaft, Klimaschutz, Digitalisierung, Rassismus oder interreligiösem Dialog in vielfältigen Formaten miteinbezieht.

Magic Sky auf Festplatz

Örtlicher Mittelpunkt werden das Kongresszentrum und der Festplatz, der mit einem riesigen Gottesdienstzelt namens „Magic Sky“ überdacht wird. Doch auch an vielen anderen Orten geht Programm über die Bühne, einen besonderen Part dazu sollen lokale Kultureinrichtungen beisteuern. Natürlich stehen auch die Schlosslichtspiele im Fokus.

Er freue sich „sehr auf die Vollversammlung und ein spannendes gegenseitiges Kennenlernen“, gab OB Dr. Frank Mentrup im Ausschuss auch den Tenor der anderen Mitglieder wieder. Das Großereignis sei, so Mentrup, die Riesenchance, „einen internationalen Kontrapunkt zu setzen “ wie auch für einen „intensiven Austausch der Gäste des ÖRK mit der Stadtgesellschaft“. -trö-

 
 

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