Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 24. September 2021

Verkehr: Unfallzahlen rückläufig

Verkehrssicherheitskonzept soll fortgeschrieben werden

Die Zahl der Unfälle mit Personenschaden ist rückläufig, auch die Unfallhäufungsstellen im Stadtgebiet nehmen ab. Dieses erfreuliche Ergebnis erbrachte die Evaluierung des Verkehrssicherheitskonzepts 2020, die im Planungsausschuss des Gemeinderats vorgestellt wurde. Bürgermeister Dr. Albert Käuflein bezeichnete deshalb die Verkehrssicherheitsarbeit in Karlsruhe als „ingesamt erfolgreich“.

Dem Bericht zufolge gab es 2019 in Karlsruhe 1.160 Unfälle mit Personenschäden, was einem Rückgang von fünf Prozent gegenüber 2014 entspricht. Das Ziel von 15 Prozent weniger Unfällen konnte somit aber nicht erreicht werden. Dagegen reduzierte sich die Anzahl der Schwerverletzten um 31,5 Prozent und damit stärker als geplant. Schwer verletzt im Straßenverkehr wurden 2019 insgesamt 157 Personen. Die Zahl der Unfallhäufungspunkte hat sich bis Ende 2020 auf 118 reduziert, gegenüber 136 im Jahr 2014.

Wie der Planungsausschuss einstimmig beschloss, soll das Verkehrssicherheitskonzept mit einigen Ergänzungen in den kommenden Jahren weiter umgesetzt werden. Auf der Liste der künftigen Maßnahmen stehen unter anderem intensivere Kontrollen und systematische Unfallanalyse. Vor allem Letzteres stieß im Gremium auf große Zustimmung, während der nur fünfprozentige Rückgang bei den Unfällen kritisch gesehen wurde. „Wir sollten dem Ziel einer ‚Vision Zero‘ schneller näherkommen“, sagte Aljoscha Löffler (GRÜNE) und forderte einen ambitionierten Zeitplan.

Auch Michael Zeh (SPD) vertrat die Ansicht, dass „man hier sicherlich mehr machen könnte“. Die von Zeh und Johannes Honné (GRÜNE) vorgeschlagenen personellen Maßnahmen im Bereich Verkehrssicherheit und -prävention seien jedoch angesichts der Haushaltslage nicht umsetzbar, entgegnete Bürgermeister Käuflein, „es sei denn, sie werden von dritter Seite vollständig finanziert“. Dirk Müller (CDU) sprach sich für Baumaßnahmen zur Entschärfung von Unfallschwerpunkten und besseres Differenzierung bei den Ursachen für Radunfälle aus. -eck-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe